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USA weisen wegen "Akustik-Attacken" 15 kubanische Diplomaten aus

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Kuba und USA

Die Entscheidung sei getroffen worden, weil Kuba keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen habe, die US-Diplomaten in Havanna zu schützen, sagte US-Außenminister Rex Tillerson. Die US-Diplomaten, die angeblich einer "akustischen Attacke" auf Kuba ausgesetzt gewesen sein sollen, würden an teilweisem Hörverlust sowie an Rede- und Gedächtnisproblemen leiden.

Die kubanische Regierung hat den US-Beschluss, 15 Diplomaten aus den Vereinigten Staaten abzuschieben, als "unüberlegt" und "eilfertig" bezeichnet. Vor allem der republikanische Senator von Florida, Marco Rubio, hatte in den vergangenen Tagen vehement eine Ausweisung kubanischer Botschaftsangehöriger gefordert. Das Außenministerium riet wegen der "Attacken" außerdem von Reisen in den Karibikstaat ab. Tillerson hatte zunächst sogar mit der Schliessung der diplomatischen Vertretung gedroht, die erst 2015 wiedereröffnet worden war. Nach Darstellung des State Department waren die ersten Krankheitsfälle von Botschaftsmitarbeitern in Havanna Ende 2016 bekannt geworden. Mindestens 21 Menschen erkrankten demnach. Nun teilte das US - Außenministerium mit, dass nicht nur Botschaftsmitarbeiter in Gefahr sind, auch Touristen aus den USA. Andere Symptome seien Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen gewesen. Er wies kategorisch zurück, dass die ausgewiesenen kubanischen Diplomaten in geheimdienstliche Tätigkeiten verwickelt gewesen sind.

Die USA vermuten hinter den "Schallattacken" gezielte Angriffe mit teils unhörbaren Tönen. In den USA wird spekuliert, wie auch immer geartete "Schallwaffen "oder Abhörmaßnahmen könnten dafür verantwortlich oder ein Drittstaat involviert sein". Die US-Regierung hat aber wiederholt gemahnt, dass Havanna für die Sicherheit ausländischer Bürger auf dem kubanischen Staatsgebiet verantwortlich sei.

Kuba erhebt nach der Ausweisung von Diplomaten durch die USA schwere Vorwürfe gegen Washington. Unter Trumps Vorgänger Barack Obama leiteten beide Regierungen eine Wende in ihrem jahrzehntelang zerrütteten Verhältnis ein. Beide Länder hatten erst Mitte 2015 nach über einem halben Jahrhundert Eiszeit wieder diplomatische Beziehungen aufgenommen.

Unter US-Präsident Donald Trump haben sich die Beziehungen zu Kuba in diesem Jahr bereits vor den jüngsten Auseinandersetzungen verschlechtert. Von dieser politischen Entscheidung profitierten all jene von, die Fortschritte in den Beziehungen zwischen Kuba und den USA verhindern wollten, so Rodríguez. Der Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen für die kubanische Wirtschaft.

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