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Durchsuchung bei AfD-Landeschef wegen Abrechnung von Wahlwerbespot

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Bundestagswahl

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat am Montagmorgen ein Wohnhaus und die Geschäftsstelle der AfD in Niedersachsen durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft Lüneburg hat am Montagvormittag die Privatwohnung von Niedersachsens AfD-Chef Paul Hampel im Landkreis Uelzen sowie die Landesgeschäftsstelle der AfD in Bardowick bei Lüneburg durchsucht.

Demnach waren die Einsatzkräfte auch in der Landesgeschäftsstelle der AfD in Lüneburg.

Ein ehemaliges AfD-Mitglied hatte im April Strafanzeige gegen Hampel erstattet.

Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren nach einer Anzeige im April dieses Jahres. Hampel hatte offenbar unter anderem die Anschaffung von TV- und Kamera-Equipment in Rechnung gestellt - konnte aber auf Nachfrage keine Belege für den Kauf vorlegen. Außerdem soll der Landeschef einen Wahlwerbespot doppelt gegenüber dem niedersächsischen AfD-Landesverband abgerechnet haben. Hampel selbst sei bei der Aktion nicht angetroffen worden. Die Staatsanwaltschaft wies "nachdrücklich" darauf hin, dass für Beschuldigte in einem Ermittlungsverfahren die Unschuldsvermutung gelte.

Staatsanwalt Jan Christoph Hillmer betonte, dass bei dem Polizeieinsatz nicht nur nach be-, sondern auch nach entlastenden Beweismitteln gesucht worden sei.

Armin-Paulus Hampel, der zum Ende der Durchsuchungsmaßnahmen zu diesen hinzukam, bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe.

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