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"Werden den USA größte Schmerzen zufügen": Nordkorea warnt vor Verschärfung der Sanktionen

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Ein B-1B Lancer Bomber der US-Luftwaffe beim Start auf einem Stützpunkt in Südkorea

Sie verwies auf die Verhandlungen über das iranische Atomprogramm, an denen Deutschland neben den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat teilgenommen hatte. Nordkorea werde die "US-Gangster" mit härteren Maßnahmen zähmen, als sie es sich je vorgestellt haben.

In einer neuen Beschlussvorlage sind bestimmte Sanktionen nicht mehr enthalten, wie Diplomaten in New York berichteten.

Die USA würden den "fälligen Preis dafür zahlen", hieß es in der Erklärung des Außenministeriums in Pjöngjang, die die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA verbreitete. Der Plan, das Vermögen des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un auf ausländischen Konten einzufrieren, entfällt. Die Vetomächte China und Russland hätten diese Resolution bei einer Abstimmung im Sicherheitsrat aber möglicherweise blockiert.

Die USA legten dem Sicherheitsrat einen abgeschwächten Resolutionsentwurf zu Nordkorea vor.

Manche Sanktionen wurden in dem neuen Entwurf laut Diplomaten weggelassen oder abgemildert. Vor allem das Ölembargo gilt als umstritten, weil es die nordkoreanische Bevölkerung schwer treffen würde.

In der Diskussion um verschärfte Sanktionen gegen Nordkorea sind die USA von ihrer Forderung eines Ölembargos gegen das Land abgerückt. Dagegen sollen Kims Auslandvermögen nun nicht mehr eingefroren werden, das Ölembargo soll nur noch schrittweise und je nach Entwicklung der Lage in Kraft treten. Beide Länder könnten im UN-Sicherheitsrat ein Veto gegen neue Sanktionen einlegen, ihre Zustimmung galt zuletzt als ungewiss.

Die geplanten Durchsuchungen verdächtiger nordkoreanischer Schiffe auf hoher See sollen mit weniger Härte geschehen als bisher geplant.

Laut der Erklärung sollen die USA ihre politische, wirtschaftliche und militärische Konfrontation mit Nordkorea beenden, um die vollständige Zerstörung zu vermeiden. Die US-Regierung soll zudem Zugeständnisse beim Status von Nordkoreanern machen, die im Ausland arbeiten.

Die weitgehend abgeschottete nordkoreanische Führung ließ den Atomtest derweil feiern.

Nordkorea droht den USA "mit Schmerzen und Leid", sollten sie verschärfte Sanktionen des Weltsicherheitsrats gegen das Kim-Regime fordern. In den vergangenen Tagen hatte Merkel bereits mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und anderen Beteiligten beraten und sich für eine diplomatische Lösung und weitere Sanktionen ausgesprochen.

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