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VfB-Kapitän Gentner "auf dem Weg der Besserung"

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Seit einem Jahr ist Hannes Wolf Trainer beim VfB Stuttgart

45 Stunden nach dem lebensgefährlichen Rambo-Foul von Wolfsburgs Koen Casteels (25) meldet sich Stuttgarts Kapitän Christian Gentner (32) aus dem Krankenhaus.

Und auch in der Schiedsrichterzunkft zog die brutale Szene Diskussionen nach sich. "Die Minuten danach waren dramatisch".

Gentner hatte bei einem Zusammenprall mit Wolfsburgs Torhüter Koen Casteels Brüche des unteren und seitlichen Augenhöhlenbodens, des Nasenbeins und des Oberkiefers erlitten. VfB-Arzt Dr. Raymond Best (50) verhinderte Schlimmeres, holte Gentner die Zunge aus dem Hals.

Zuvor hatte bereits VfB-Sportvorstand Michael Reschke in der SWR-Sendung "Sport im Dritten" berichtet, dass es Gentner " den Umständen entsprechend gut geht, er ist auf dem Weg der Besserung". Wie lange er nun in der Klinik bleiben muss, ob er ansprechbar ist und wann die OP geplant ist, konnte ein Vereinssprecher allerdings nicht sagen. In den kommenden Tagen soll er operiert werden! Dass der Unparteiische den mit Gelb vorbelasteten Casteels nach der Szene nicht vom Platz schickte, sorgte vor allem beim früheren Weltschiedsrichter Markus Merk für große Aufregung. Grund: Der Torhüter habe sein Knie "als Waffe benutzt". Das ist mindestens Gelb-Rot für ihn und ein Elfmeter. Eine Einschätzung, die auch von den Video-Assistenten gestützt wurde.

Der Deutsche Fussball-Bund (DFB) reagiert nur wenig später. DFB-Schiedsrichterchef Hellmut Krug erklärte, Referee Guido Winkmann (Kerken) habe die Szene "als unglücklichen Zusammenprall gewertet" und Videoassistent Deniz Aytekin diese Sichtweise auf Nachfrage bestätigt. "Regeltechnisch ist die Entscheidung zwar grenzwertig, aber vertretbar", sagte Krug. "Mich interessiert nur, dass unser Kapitän hoffentlich schnell wieder gesund wird". Gefeiert wurde zunächst aber nach seinem zweiten Saisontreffer Chadrac Akolo (42.), der wegen einer Zerrung für das Gladbach-Spiel am Dienstag fraglich ist.

2017 sind die Schwaben in der Mercedes-Benz Arena nach wie vor ungeschlagen, durch den zweiten Sieg im zweiten Heimspiel rückte Wolfs Team ins Mittelfeld der Tabelle vor. Das änderte sich auch nach Gentners Verletzung nicht, obwohl Stuttgart sein Wechselkontingent da schon erschöpft hatte. Wir müssen nicht den Leuten unser Knie ins Gesicht halten und sagen: "Das ist halt so", sagte Wolf am Sonntag zur Bild.

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