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USA verhängen Sanktionen gegen Firmen mit Nordkorea-Geschäft

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Freude über erfolgreichen Raketentest Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un

US-Präsident Donald Trump versucht weiter, das nordkoreanische Regime mit Sanktionen unter Druck zu setzen.

Trump wollte am Donnerstag in New York mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In und dem japanischen Regierungschef Shinzo Abe über Nordkorea sprechen. Die Strafmaßnahmen zielen darauf ab, jeglichen Handel mit Nordkorea zu unterbinden. Trump will mit den zusätzlichen US-Sanktionen gezielt auch wichtige Industriezweige in Nordkorea treffen, wie etwa die Textilbranche, die Informationstechnologie und die Fischerei. Trump sagte, die Verordnung "schneide Einnahmequellen ab, die Nordkorea dabei helfen, die tödlichsten der Menschheit bekannten Waffen zu entwickeln".

Der UN-Sicherheitsrat hatte als Reaktion auf einen erneuten nordkoreanischen Atomwaffentest erst am 11. September ein neues Sanktionspaket gegen das ostasiatische Land beschlossen. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel rechnet damit, dass ein Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran Auswirkungen auf den Nordkorea-Konflikt haben würde.

Die Botschafter der EU-Mitgliedstaaten einigten sich unterdessen in Brüssel ebenfalls auf eine Reihe weiterer Strafmaßnahmen. Der UN-Sicherheitsrat beschloss unter anderem ein Verbot von Textilimporten aus Nordkorea, ein Gasembargo sowie Beschränkungen bei Öllieferungen.

Südkoreas Präsident Moon betonte jedoch auch, es gehe seinem Land nicht um einen Kollaps des Nachbarstaates. Der US-Präsident teilte allerdings zugleich mit, dass die chinesische Zentralbank bereits damit begonnen habe, ihre Transaktionen mit dem Nachbarland zurückzufahren. Diese sei im Nordkorea-Konflikt "nicht nur eine Sackgasse, sie ist ein Desaster". Er hatte Nordkorea bei seiner Rede vor der UNO-Vollversammlung zuvor scharf angegriffen und mit "Vernichtung" gedroht. Das isolierte Regime testete in diesem Jahr bereits mehrere Raketen. Er dankte Trump für dessen klare Worte in Richtung Pjöngjang. Nordkoreas Außenminister Ri Yong-ho tat die Drohung Trumps, das kommunistische Land total zerstören zu wollen, als "Hundegekläff" ab.

Nordkorea brandmarkte indes die Sanktionen der internationalen Gemeinschaft als Gefahr für das Leben seiner Kinder.

"Die Rede war billig, hässlich, dumm und unwahr. das war nicht ein Zeichen seiner Macht, sondern der Wut, Verzweiflung und Leichtigkeit des Gehirns", sagte Khamenei am Donnerstag laut Nachrichtenagentur ISNA.

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