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US-Gesundheitsminister Tom Price wegen Reisekosten-Skandals zurückgetreten

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Der Republikaner Tom Price aus Georgia ist als Gesundheitsminister zurückgetreten

Price hatte nach Angaben des Magazins "Politico" einmal einen Privatjet für eine Distanz von 217 km, von Washington nach Philapelphia, gemietet. Zuvor hatte Heimatschutzminister John Kelly seinen Posten geräumt, war aber als Stabschef ins Weiße Haus aufgerückt. "Ich bin enttäuscht", sagte Trump selbst. Damit hatte er sich nicht nur scharfe Kritik in der Öffentlichkeit eingehandelt, er fiel auch bei Präsident Donald Trump in Ungnade.

"Politico" hatte enthüllt, dass Price mehrfach Flugzeuge gechartert hatte.

Vor seinem Rücktritt hatte Price angekündigt, die Steuerzahler für die Kosten seiner Dienstreisen mit Chartermaschinen entschädigen zu wollen. "Die Steuerzahler werden keinen Groschen für meinen Sitzplatz in diesen Flugzeugen zahlen", hieß es in einer Stellungnahme.

Der Gesundheitsminister hatte statt des Zuges, der im Schnitt nur etwa 72 Dollar (60 Euro) kostet, für die Strecke von Washington-Dulles nach Philadelphia einen Charter-Flug im Wert von etwa 25.000 Dollar (21.000 Euro) genommen. Er hatte zudem beteuert, künftig auf Dienstreisen in Privatjets zu verzichten. Dabei soll geklärt werden, ob Price gegen Reisevorschriften für Regierungsvertreter verstoßen hat. Laut den Vorschriften für Mitarbeiter der US-Regierung sind möglichst Linienflüge zu nutzen, sofern diese für den gewünschten Tag verfügbar sind. Der Direktor der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt, nutzte ebenfalls in einem Fall ein Charterflugzeug für eine Dienstreise. Offizieller Anlass war eine Besichtigung der amerikanischen Goldreserven in Fort Knox. Price war nicht nur von den oppositionellen Demokraten angegriffen worden, sondern auch republikanische Politiker zeigten erhebliches Unverständnis. Eine Bürgerinitiative warf Mnuchin aber vor, er habe in Wirklichkeit nur die Sonnenfinsternis verfolgen wollen.

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