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Trump teilt vor der UN-Vollversammlung aus

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US-Präsident Donald Trump vergangene Woche bei einem Auftritt im Weißen Haus

Die USA respektierten die Souveränität anderer Nationen und erwarteten dies auch von anderen Ländern. Er hoffe aber, dass ein Einsatz des US-Militärs nicht nötig werde. Zu Beginn der Debatte will US-Präsident Donald Trump eine Rede halten. Dienstagmorgen, New Yorker Ortszeit, spricht der US-Präsident nun erstmals vor der Generalversammlung der 193 UN-Mitgliedstaaten. Ob beim Nato-Gipfel in Brüssel, beim Treffen der G7-Partner auf Sizilien oder beim G20-Gipfel in Hamburg - Trumps Botschaft lautete immer wieder, Lasten müssten gleich verteilt werden und die USA könnten die Probleme der Welt nicht allein ausbaden. Die nordkoreanische Regierung verurteilte er als "verkommenes Regime". "Der Raketenmann ist auf einem selbstmörderischen Weg", sagte der Präsident in Bezug auf Nordkoreas Führer Kim Jong-Un.

Er griff auch seinen Slogan "America first" auf. Er argumentierte, das von fast 200 Staaten unterzeichnete Abkommen begünstige Länder wie China und Indien auf Kosten der Vereinigten Staaten und koste sein Land Jobs. Und erst kürzlich hat Trump in der Konfrontation mit Pjöngjang erfahren müssen, dass er ohne Kooperation mit anderen Mächten wenig erreichen kann.

"Amerika zuerst" - diese Ideologie verteidigte der US-Präsident auch vor der UNO.

Genauso sollten es auch andere Staats- und Regierungschefs tun, fügte Trump am Dienstag bei der UNO-Generaldebatte in New York hinzu. Diese könne nur durch Dialog aller Staaten herbeigeführt werden und nicht durch Unterzeichnung einer von einem einzigen Land vorgelegten Erklärung, sagte der russische UNO-Botschafter Wassili Nebensja im Interview der Agentur Tass. Trump wiederholte seine Aussage, wonach das Atomabkommen mit dem Iran "einer der schlechtesten und einseitigsten" Verträge sei, die Amerika je abgeschlossen habe.

"Solche Hassreden gehören ins Mittelalter und nicht ins 21. Jahrhundert", twitterte der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif nach Trumps Rede.

Auch das "Regime" von Venezuelas Präsident Nicolas Maduro griff Trump direkt an - er warf Maduro vor, sein Volk verhungern zu lassen. "Keine Nation auf der Erde hat ein Interesse daran zu sehen, dass diese Bande von Kriminellen sich mit nuklearen Waffen und Raketen bewaffnet", sagte Trump.

Hauptthema der Rede werden - neben Birma/Myanmar, Nordkorea und anderen aktuellen Krisen - die Forderung nach Reformen der UNO sein, insbesondere nach finanziellen Einsparungen und einer Entlastung des - in absoluten Dollarbeträgen - größten Beitragszahlers USA. "Wir können das Abkommen anreichern, mit neuen Beiträgen, aber wir werden nicht zurückweichen". Die Vereinten Nationen seien ein "Minderleister" hatte Trump nach seiner Wahl erklärt und mit Liebesentzug gedroht. Zugleich hatte er UN-Generalsekretär António Guterres für seine Reformansätze gelobt. Trump hatte gestern gefordert, die Vereinten Nationen zu reformieren und die Finanzen wirksamer einzusetzen.

Trumps Rede stand in Kontrast zu den versöhnlichen Tönen, die der UN-Generalsekretär vor Trumps Auftritt angeschlagen hatte.

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