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Sturm und Starkregen in weiten Teilen Deutschlands

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Hamburg Zwei Menschen sterben durch Sturmtief

In Hamburg wurde ein Mann von einem umgestürzten Baugerüst getroffen und starb.

In Brilon im Sauerland wurde bei Arbeiten für ein Windrad ein 53-jähriger Arbeiter von einer 20 Meter hohen Fichte tödlich getroffen. "Der tote Mann wurde aus der Elbe geborgen und an Land gebracht", sagte ein Feuerwehrsprecher dem "Hamburger Abendblatt". Das Sturmtief Sebastian wird Gewitter, Dauerregen und eine Sturmflut nach Deutschland bringen.

Es kommt auf allen noch verkehrenden Linien zu Verspätungen und Ausfällen. Am Abend und in der Nacht sollte sich die stürmische Wetterlage nach Angaben der Meteorologen zunehmend in Richtung Osten verlagern.

Der Wetterdienst hatte eine Unwetterwarnung für Bremen, Hamburg und für nordseenahe Regionen in Schleswig-Holstein und Niedersachsen herausgegeben.

Hamburg Zwei Menschen sterben durch Sturmtief
Polizeibeamte sichern in Hamburg die Unglücksstelle

Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie sollten im Elbegebiet und an der Nordseeküste das Abend- und das Nacht-Hochwasser eineinhalb bis zwei Meter höher sein als das mittlere Hochwasser, in der Deutschen Bucht werden bis zu sieben Meter hohe Wellen erwartet. Zu Spitzenzeiten seien am Mittwoch gut 450 Einsatzkräfte gleichzeitig ausgerückt, teilte die Feuerwehr am Donnerstagmorgen in einer ersten Bilanz mit. In Bielefeld gab es mehrere Verletzte, als ein Baum auf ein Wohnhaus stürzte.

Der Wetterumschwung mit Starkregen und tiefstehender Sonne löste vermutlich auch eine Unfallserie auf der Autobahn 2 im Münsterland aus. Für den Südwesten warnte der Deutsche Wetterdienst zudem vor möglichen Unwettern mit Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutschen. "Alle anderen Fähren fallen aus", teilte die Deutsche Bahn mit, die die Fährverbindung betreibt. Später verstarb der 38-jährige Mann im Krankenhaus.

Im nordrhein-westfälischen Duisburg riss der Sturm zahlreiche Bäume aus dem Boden. Auch eine Ampel wurde abgeknickt. Der Wind beschädigte Autos und Gebäude; Dachziegel flogen umher. Verletzt wurde aber niemand. Städtische Kindertagesstätten wurden geschlossen, auch den Schulen wurde eine Schließung empfohlen. Die Fluggesellschaft KLM strich rund 60 innereuropäische Flüge, teilte KLM mit. Auf dem Amsterdamer Drehkreuz Schiphol mussten Start- und Landebahnen aufgrund der Starkwindböen zeitweise geschlossen werden. "Beim Aufenthalt im Freien ist in den nächsten Stunden größere Umsicht geboten", warnte Sprecher Klaus Wiechmann am frühen Nachmittag. Am Mittwoch kommt Sebastian über den Atlantik auf Deutschland zu, wie wetter.net berichtet. Zwei Frauen wurden bei einem Aquaplaning-Unfall verletzt. Umstürzende Bäume verursachten in den Niederlanden Verkehrsunfälle. Auch der Fährdienst zu den Wattenmeerinseln war stark eingeschränkt.

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