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Nordkorea schießt erneut Rakete über Japan hinweg

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Nordkorea will

Zuvor hatte Nordkorea zwölf Tage nach seinem weltweit verurteilten Atomtest erneut eine Rakete über Japan hinweg in den Pazifik abgefeuert. Die japanische Regierung, die den Raketentest ebenfalls bestätigte, warf Nordkorea eine Provokation vor. 770 Kilometern 3.700 Kilometer weit geflogen, teilte das südkoreanische Militär mit.

Faktisch heißt dies: Während Südkorea selbst Raketentests durchführen darf ohne dafür mit Sanktionen belegt zu werden, wird Nordkorea für die eigenen Raketentests zur Selbstverteidigung massivst bedroht. Das Atomprogramm rechtfertigt Pjöngjang mit einer angeblichen Bedrohung von außen, die speziell von den USA ausgehe.

Allen neuen UN-Sanktionen zum Trotz lässt Nordkorea erneut Rakete über Japan fliegen. Südkoreas Streitkräfte reagierten mit einer eigenen Raketenübung, bei der eine ballistische Rakete ins Meer geschossen wurde. Beschlossen wurden unter anderem ein Verbot von Textilimporten aus Nordkorea, ein Gasembargo sowie Beschränkungen von Öllieferungen. Offen sei aber, ob die nordkoreanische Technik auch so weit ausgefeilt ist, dass eine Rakete die Insel auch sicher treffen kann. Zugleich warf sie den USA eine aggressive Rhetorik im Nordkorea-Konflikt vor. Der UNO-Sicherheitsrat kündigte für Freitagnachmittag eine Dringlichkeitssitzung hinter verschlossenen Türen an. Sie trügen nur weiter zur diplomatischen und wirtschaftlichen Isolation des Landes bei. Dieses achte Sanktionspaket gegen die Regierung in Pjöngjang wurde einstimmig angenommen, also auch mit den Stimmen von Russland und China. Der Experte Wright nimmt an, dass es erneut eine Hwasong-12-Mittelstreckenrakete gewesen sei, wie sie Nordkorea bereits Ende August getestet hatte. "Russland ist der größte Arbeitgeber für nordkoreanische Zwangsarbeiter". "Es gibt die militärische Option", sagte der nationale Sicherheitsberater Herbert Raymond McMaster am Freitag in Washington. Entsprechend den Vorgaben der Vereinten Nationen erhalten Nordkoreaner in der EU künftig keine Arbeitserlaubnis mehr.

Machthaber Kim Jong-un hatte den Raketentest damals als einen "bedeutenden Auftakt" bezeichnet, um Guam in Schach zu halten. Dabei handelt es sich in der Regel um Boden-Boden-Raketen, die einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf befördern können. Das Land arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung von Interkontinentalraketen, die auch die USA erreichen könnten.

Der Kommandeur des US-Atomwaffenregiments, John Hyten, teilte Journalisten mit, dass es sich bei dem Test vom 3. September um eine Wasserstoffbombe gehandelt haben könnte.

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