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Möglicher Präzedenzfall: Kölner Protest nach 0:5 in Dortmund

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Waldschmidt

Maximilian Philipp brauchte nur 111 Sekunden für sein erstes BVB-Tor, das 2:0 durch Sokratis (45.+2) war heftig umstritten und wurde erst nach Videobeweis gegeben - wie auch der Handelfmeter vor dem 3:0, den Pierre-Emerick Aubameyang (59.) verwandelte. Minute, beim Stand von 1:0 für Dortmund, hatte Schiedsrichter Patrick Ittrich das Spiel nach einer Flanke von BVB-Spieler Andrij Jarmolenko wegen eines vermeintlichen Foulspiels seines Teamkollegen Sokratis an Kölns Keeper Timo Horn abgepfiffen – wenige Augenblicke bevor ein Schuss von Sokratis die Torlinie überquerte.

Möglicherweise droht der Bundesliga ein Präzedenzfall. Und auch wenn sein Verein eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen auf Dienstag vertagte, so beschert er dem Fußball eine spannende sportjuristische Debatte: Im Raum steht die Kölner Ankündigung, gegen die Wertung des Spiels gegen Dortmund (0:5) Protest einzulegen und ein Wiederholungsspiel anzustreben - wegen eines angeblichen Regelverstoßes des Schiedsrichters.

Schürrle war zuletzt wegen eines Muskelfaserrisses ausgefallen, sein letztes Pflichtspiel für den BVB hatte der 26-Jährige in der ersten Runde des DFB-Pokals beim Verbandsligisten 1. FC Rielasingen-Arlen (4:0) am 12. August bestritten. Ihr Kritikpunkt: Sokratis habe Dominique Heintz in Horn geschoben.

Wieso hat Video-Schiedsrichter Felix Brych eingegriffen?

Dieser Pfiff war aber erfolgt, als der Ball noch gar nicht die Linie überschritten hatte.

Hören konnte er im Übrigen nichts. Schießt man im Spiel zwei Mal aufs Tor und der Gegner macht fünf Tore, dann hat man einfach zurecht verloren und muss sich das klipp und klar eingestehen.

Normalerweise nicht. Entweder dürfte das DFB-Sportgericht sofort auf den Schutz der Tatsachen-Entscheidung verweisen oder auf das Protokoll der Regelhüter des International Football Association Board (IFAB). Manager Jörg Schmadtke erklärte nach der Partie, eine Neuansetzung des Spiels anzustreben.

Die Entscheidung soll nun am Dienstagmittag in der Spieltagspressekonferenz bekanntgegeben werden. Der Video-Assistent hätte nicht eingreifen dürfen. Schmadtke sieht "gute Chancen, dass das Spiel neu angesetzt wird". "Wir wollen wissen, wie die Rechtslage ist", sagte Schmadtke am Montag.

Der Pfiff des Schiedsrichters unterbricht das Spiel. "Das ist eine Attitude des schlechten Verlierers". Jörg Schmadtke tut als Verantwortlicher seines Klubs aber das einzig Richtige.

Bayer Leverkusen fuhr am Sonntag den ersten Saisonsieg in der deutschen Fußball-Bundesliga ein. Nach dem starken Saisonstart mit zehn Punkten und 10:0-Toren nach vier Spielen stimmten die Fans auf der Südtribüne erstmals seit langer Zeit wieder Meisterlieder an.

Im Mittelfeld gewann Hertha viele Bälle, nahm Hoffenheims Offensive mit disziplinierter Abwehrarbeit jedwede Gefahr, versuchte sich im Umschaltspiel aber auch selbst mit Angriffsaktionen.

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