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Mindestens vier Tote bei Erdbeben in Mexiko

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Mexiko-Stadt

Im Bundesstaat Chiapas wurden bisher sieben Tote gefunden.

Nach dem Erdbeben hat auch der Hurrikan Katia die mexikanische Küste erreicht.

Nach dem schweren Erdbeben in Mexiko ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 32 gestiegen. Dabei schwächte sich der Sturm in der Nacht auf Samstag (Ortszeit) nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami zunächst auf Hurrikan-Kategorie eins ab. Am schwersten betroffen war der Bundesstaat Chiapas im Süden an der Grenze zu Guatemala. Vorhergesagt wurden bis zu 64 Zentimeter Regen in einigen Gebieten. Soldaten, Polizisten und Helfer lieferten sich einen Wettlauf mit der Zeit, um Überlebende des Bebens im Süden des Landes zu finden. Die Zahlen könnten noch steigen.

Die Rettungskräfte suchen weiter nach Verschütteten. Das Beben war auch in Mexikos Nachbarland Guatemala stark zu spüren und hatte dort eine Stärke von 7,7. Selbst das schwere Erbeben 1985, bei dem rund 10 000 Menschen ums Leben kamen, war etwas schwächer. "Es ist das stärkste Erdbeben innerhalb eines Jahrhunderts", sagte Präsident Enrique Pena Nieto bei einem Besuch im nationalen Katastrophenabwehrzentrum.

Das Staatsoberhaupt bat die Mexikaner in ihren Wohnungen nach dem Rechten zu schauen, insbesondere Gasanschlüsse sollten überprüften werden, damit sich keine Explosionen ereignen. Damals lag das Zentrum des Bebens allerdings deutlich näher an der Millionenmetropole Mexiko-Stadt. Im Zentrum der Hauptstadt schwankte sogar das Unabhängigkeitsdenkmal mit dem goldenen Engel auf der Spitze bedenklich, stürzte aber nicht ein. Weitere Links zum Thema In Tabasco kamen zwei Kinder ums Leben: Eines wurde von einer einstürzenden Wand erschlagen; ein Säugling, der an ein Beatmungsgerät angeschlossen war, starb durch einen von dem Erdbeben ausgelösten Stromausfall. Mit vier Kränen und zahlreichen Spezialfahrzeugen wurden Trümmer beiseite geräumt. In Matías Romero fiel ein ganzes Hotel in sich zusammen.

Am schlimmsten wurde bisher die Stadt Juchitan im Bundesstaat Oaxaca getroffen, wo 17 Menschen starben. Ein Teil des im spanischen Kolonialstil errichteten Rathauses der Zapoteken-Stadt brach zusammen und begrub zwei Polizisten unter sich. "Es war ein zerstörerisches Beben", sagte Peña Nieto. Das Innenministerium erklärte für Dutzende Ortschaften den Notstand.

Um 05:01 Uhr UTC gab es USGX zufolge ein Nachbeben mit der Stärke 5,7 nahe der Küste des mexikanischen Bundesstaates Oxaca. Diese sind häufig gefährlicher als der erste Erdstoß, weil sie beschädigte Gebäude endgültig zum Einsturz bringen können. Es wurden Sammelstellen für Lebensmittel und Kleiderspenden eröffnet.

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