fashionmagazin.org

Wirtschaft

London jagt Uber aus der Stadt

Share
Kein Uber in London ab Oktober- Fahrdienst Vermittler erhält keine neue Lizenz

In Deutschland haben die Verkehrsbehörden in Hamburg und Berlin die gewerblichen Fahrten Ubers untersagt. Von der Entscheidung sind 40 000 Fahrer und 3,5 Mio. registrierte Nutzer in der britischen Hauptstadt betroffen.

Das ist eine harte Nuss für Uber: Die Londoner Verkehrsbehörde will die Lizenz des Ridesharing-Dienstes nicht verlängern.

Grund sei, dass das Unternehmen nicht transparent genug agiere und sich nicht ausreichend um die Sicherheit seiner Kunden kümmere, hieß es in einer Erklärung.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan (Labour) teilte mit, Unternehmen in London müssten nach den Regeln spielen und die hohen Standards einhalten. Uber kündigte an, die Entscheidung anfechten zu wollen. Sie nannte Sicherheitsgründe für ihre Entscheidung. Das US-Unternehmen hat nun 21 Tage Zeit, Widerspruch einzulegen. "Greyball" sorgte dafür, dass ihnen in der App falsche Inhalte angezeigt wurden.

Die laufende Lizenz für Uber läuft am 30. September aus.

Im August 2017 hatte die Londoner Polizei mitgeteilt, dass das Taxi-Unternehmen nicht immer die in Autos begangenen Verbrechen gemeldet habe, während die Zahl der sexuellen Übergriffe von Fahrern innerhalb eines Jahres um 50 Prozent gestiegen sei. Uber vermittelt über eine Smartphone-App Fahrdienste.

In vielen Städten - auch in Wien - stößt das in San Francisco bei beheimatete Unternehmen auf harsche Kritik. Mittlerweile ist es weltweit das wertvollste Start-up mit Beteiligungskapital. Ab dann sind die Fahrer illegal unterwegs. Im Oktober urteilten Richter, dass die Fahrer als Arbeitnehmer behandelt werden müssen und ihnen Mindestlohn und Urlaubsgeld zusteht. Tatsächlich ist es unverständlich, dass sich die Behörden und Uber nicht schon im Vorfeld des Entscheids auf eine bessere Einhaltung der bemängelten Punkte einigen konnten. Der bisherige Chef des Online-Reisebüros Expedia übernahm vor wenigen Wochen den Spitzenjob von Mitgründer Travis Kalanick.

Share