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Wirtschaft

Hat Air Berlin für heute alle Flüge gestrichen?

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Auch bei Air-Berlin-Tochter Niki gehe der Flugbetrieb "ganz normal weiter", sagte eine Niki-Sprecherin am Mittwoch. Allein an den Drehkreuzen Düsseldorf und Berlin-Tegel fielen nach Betreiberangaben jeweils 20 Abflüge aus. 21 davon waren Air-Berlin-Flüge auf den Strecken Berlin und München. Man habe dafür "überhaupt kein Verständnis". "Gerade in dieser angespannten Situation sind die heutigen Ereignisse pures Gift", erklärte der Flugbetriebs-Chef in der internen Mitteilung und mahnte ein zügige Rückkehr zu einem stabilen Flugbetrieb an.

Was Passagiere über gestrichene Air-Berlin-Flüge wissen sollten Die Airline nimmt zahlreiche Verbindungen aus dem Programm, sowohl kurzfristig als auch mit Ankündigung. Darin heißt es, er plane eine Verlegung von Air Berlin nach Parchim, um seinen brachliegenden Flughafen zu beleben. Gespräche über die Zukunft von 1.200 Air Berlin-Piloten am Montag waren ergebnislos geblieben.

Air Berlin hatte vor vier Wochen Insolvenz angemeldet und verhandelt mit der Lufthansa und weiteren Airlines über einen Verkauf von Unternehmensteilen. Hintergrund könnte laut VC-Präsident Ilja Schulz sein, dass man insbesondere die gut bezahlten Langstreckenpiloten loswerden wolle, bevor es zu einer Übergabe von Betriebsteilen komme. Genauere Angaben könnten aber erst am Mittwochmorgen bekanntgegeben werden, sagte er. "Die Braut wird quasi für die Hochzeit hübsch gemacht". Die VC werde sich solche Maßnahmen nicht bieten lassen.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) äußerte sich über das Verhalten ihrer Mitglieder besorgt. Air Berlin sei in einer schwierigen Lage, sagte die SPD-Politikerin.

Die kurzfristigen Krankmeldungen der Piloten kommen für das Unternehmen zur denkbar schlechtesten Zeit.

Berlin/Frankfurt - Nach zwei Tagen voller Flugausfälle scheinen die Krankmeldungen bei Air Berlin abzuebben. Mehrere zehntausend Fluggäste waren betroffen. In Nürnberg würden alle Flüge planmäßig starten und landen. Demnach führten Piloten der insolventen Airline schon seit längerem eine sogenannte "Sick-out-Datei". Der Flugbetrieb kann kaum aufrechtgehalten werden.

Derweil berichtet die Süddeutsche Zeitung, dass die Leasinggesellschaft Aer Cap ihre zehn an Air Berlin vermieteten Langstreckenflugzeuge zurückzieht. Der Bund stützt die insolvente Airline mit einem zugesagten Überbrückungskredit in Millionenhöhe. Daher musste Air Berlin bereits sein Karibik-Programm streichen.

Sollten weitere Leasinggeber dem Aer-Cap-Beispiel folgen, könnte das dramatische Auswirkungen auf die laufenden Verkaufsgespräche haben. Ein reine Übernahme von Flugzeugen ohne die Übernahme des Personals sei für die Gewerkschaft "kein akzeptabler Weg". Einziges Asset der Air Berlin sind die sofort zur Verfügung stehenden Kapazitäten. Hiermit bekunden wir unser Interesse und unsere Absicht in dieser Angelegenheit", zitierte die deutsche "Bild"-Zeitung am Mittwoch den Geschäftsführer von LinkGlobal, Jonathan Pang, aus einem Schreiben, das auf den 31. August datiert sei. Nur so können wir möglichst viele Arbeitsplätze sichern".

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