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Wirtschaft

Gruscheln, adé: Netzwerk StudiVZ ist pleite

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Das Online Netzwerk StudiVZ ist längst vom Konkurrenten Facebook abgehängt

Als ich noch kein Student war, war es damals noch nicht so leicht bei StudiVZ reinzukommen, doch man musste dabei sein.

Erinnern Sie sich noch an die Zeit zurück, in der Facebook gar nicht mal so in war und man sich stattdessen bei StudiVZ tummelte?

Sehr früh konnte man erkennen, dass studiVZ technisch nicht mit Facebook mithalten konnte, Neuerungen wie der "Plauderkasten" und der "Buschfunk" zündeten nicht wirklich, die Konkurrenz beherrschte diese Chat- und Statusupdate-Funktionen deutlich besser. Zwar behauptet das Netzwerk, aktuell rund zehn Millionen Mitglieder zu haben, man spricht aber explizit von "registrierten" und nicht "aktiven" Mitgliedern.

Das Online Netzwerk StudiVZ ist längst vom Konkurrenten Facebook abgehängt
Das Online Netzwerk StudiVZ ist längst vom Konkurrenten Facebook abgehängt

MMEG hatte eigenen Angaben zufolge im vergangenen Jahr eine Investitionszusage über drei Millionen US-Dollar von einem Investor erhalten.

StudiVZ: Insolvenz wegen fehlender Nutzer?

Seitdem gruschelte man, was das Zeug hielt, pflegte virtuelle Freundschaften, verschickte Anfragen.

Die Poolworks Germany Ltd. hat am Donnerstag vor dem Amtsgericht Berlin Charlottenburg Insolvenz angemeldet (Aktenzeichen 36p IN 4706/17). Sind daran neben den Schulden ausbleibende Nutzer Schuld? Es lässt allerdings nicht verlauten, ob die überhaupt noch aktiv sind. Zum Vergleich: Facebook wird monatlich von mehr als zwei Milliarden Menschen genutzt. Anfang 2007 wurde das StudiVZ von Holtzbrinck für 85 Millionen Euro gekauft, im Jahr 2012 aber für einen unbekannten Preis wieder an die Investmentgesellschaft Vert Capital veräußert. Damit ist der vorläufig letzte Schritt gemacht: Das deutsche soziale Netzwerk hat im Rennen mit Facebook und Co. endgültig verloren.

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