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Wirtschaft

Verkauf von Opel an PSA ist abgeschlossen

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Der im März besiegelte Verkauf des deutschen Autoherstellers Opel an PSA-Peugeot-Citroen ist abgeschlossen. Die Skaleneffekte bei Einkauf, Fertigung und anderen Bereichen werden auf 1,7 Milliarden Euro geschätzt. PSA will mit der 2,2 Milliarden Euro schweren Übernahme von Opel näher an Europas Branchenprimus Volkswagen heranrücken.

Für Opel beginnt nach 88 Jahren als Tochter des US-Autokonzerns General Motors eine neue Zeitrechnung. Mit dem Kauf wird PSA gemessen an den Absatzzahlen zum zweitgrößten europäischen Autobauer hinter Volkswagen, mit einem Marktanteil von 17 Prozent. Der Konzern hat nunmehr fünf Marken: Peugeot, Citroën, DS und nun Opel und Vauxhall.

Beileibe keine leichte Aufgabe für Lohscheller, der zuvor Finanzchef bei Opel war: Seit 1999, also ganze 18 Jahre lang, hat Opel keinen Gewinn mehr gemacht.

"Wir werden Opel und Vauxhall auf dem Weg in die Profitabilität unterstützen und wollen gemeinsam neue Maßstäbe in unserer Industrie setzen", sagte PSA-Chef Carlos Tavares. Bis 2026 soll die Rendite auf sechs Prozent steigen. Opel hatte seit dem Jahr 1929 zu GM gehört, sich aber in den vergangenen Jahrzehnten miserabel entwickelt.

Der bisherige Vorstandschef Karl-Thomas Neumann verlässt das Unternehmen, wie Opel berichtete.

Im Zuge des Zusammenschlusses schickt PSA zwei Manager in die Opel-Geschäftsleitung: Remi Girardon leitet die Produktion und Philippe de Rovira das Finanzressort. Vier Modelle wurden so bereits auf den Weg gebracht: der im Juni gestartete Crossover Crossland X, das SUV Grandland X, das das Portfolio im Herbst erweitert sowie die neuen Modellgenerationen des Kleintransporters Combo (2018) und des Kleinwagens Corsa (2019). Der Portugiese an der Spitze des PSA-Konzerns bekräftigte auch erneut, dass Opel eine deutsche Marke bleiben soll. Es entstehe ein "europäischer Champion".

Anfang Juli genehmigte die EU-Kommission die Übernahme. "Je kürzer die Übergangsphase, desto besser ist das für das Unternehmen und die Beschäftigten", erklärte Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug.

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