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Trump droht Nordkorea "mit allen Optionen"

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Südkoreanische Soldaten

China bekräftigte, die internationalen Sanktionen gegen Nordkorea vollständig einzuhalten.

Zuvor hatte Pjöngjang bestätigt, am Dienstag eine Mittelstreckenrakete abgefeuert zu haben, die die nordjapanische Insel Hokkaido überquerte und in den Pazifik stürzte. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte den Raketentest. Das Geschoß habe eine Strecke von 2.700 Kilometern zurückgelegt und eine maximale Höhe von rund 550 Kilometern erreicht.

Damit erreicht der Konflikt eine neue Stufe. Der japanische Regierungschef Shinzo Abe sprach von einer "beispiellosen und ernsthaften" Bedrohung. Am Dienstag wird der UN-Sicherheitsrat zusammenkommen. US-Präsident Donald Trump bekräftigte seine Drohung, dass im Umgang mit Nordkorea "alle Optionen auf dem Tisch" lägen.

Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben nach Einschätzung der Volksrepublik China einen "Wendepunkt" erreicht.

Nordkorea habe "seine Verachtung für seine Nachbarn, für alle Mitglieder der Vereinten Nationen und für die Mindeststandards für annehmbares Verhalten" auf internationaler Ebene signalisiert, erklärte Trump. Derartige Manöver festigten nur die Isolation des Landes. Der Raketentest wurde als Reaktion auf die gemeinsamen Militärmanöver Südkoreas und der USA gesehen, die es als Vorbereitung für eine Invasion ansieht. Der Test erfolgte während laufender Militärübungen der USA mit Südkorea.

Wir haben die nordkoreanischen Provokationen als sehr extrem eingestuft und uns entschieden, eine wachsame Position einzunehmen, um uns auf die Möglichkeit zusätzlicher Provokationen vorzubereiten.
Die USA, Japan und Südkorea vermuteten hingegen einen Test einer Interkontinentalrakete. Zuletzt war 2009 ein nordkoreanisches Geschoss über Japan geflogen. Dort wird landesweit Alarm ausgelöst, der UN-Sicherheitsrat will zusammentreten. In der Erklärung wurde nichts über mögliche neue Sanktionen geäußert, die Bestehenden müssten aber strikt umgesetzt werden. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Pjöngjang mit "Feuer und Wut" indirekt einen Atomwaffeneinsatz angedroht. Japan habe jedoch keine Abwehrrakete gestartet, hieß es unter Berufung auf das Militär. Washington und Seoul würden außerdem darüber nachdenken, "strategische" Verteidigungswaffen nach Südkorea zu verlegen.

Der UNO-Sicherheitsrat hat den jüngsten Raketentest Nordkoreas in einer Sondersitzung einstimmig als "empörend" verurteilt. Der Rat forderte das Regime in Pjöngjang auf, weitere Raketenstarts zu unterlassen und das Atomprogramm zu beenden. Das sind in der Regel Boden-Boden-Raketen, die je nach Bauart einen konventionellen, chemischen, biologischen oder atomaren Sprengkopf tragen können. Die USA hätten mit Nordkorea 25 Jahre lang verhandelt und "Erpressungsgeld" gezahlt.

Der Nordkorea-Konflikt hat an den Börsen in Fernost und in Europa für Nervosität gesorgt. Nordkorea hatte vor drei Wochen gedroht, Raketen in Richtung Guam abzufeuern.

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