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Trump droht Nordkorea erneut

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Trump: Wir sollten hart und entschlossen gegen Nordkorea sein

Erst wenige Minuten zuvor hatte US-Präsident Donald Trump im verbalen Schlagabtausch mit Nordkorea nachgelegt. Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die USA denke. Möglicherweise sei sie sogar nicht scharf genug gewesen, sagte er.

Die Trump-Administration hält sich schon länger die militärische Option offen, um gegen Nordkoreas Atom- und Raketenprogramm vorzugehen. Im gleichen Jahr vereinbarten die USA mit Japan die Verlegung von rund 5000 Marineinfanteristen von Okinawa nach Guam.

Donald Trump droht mit "Feuer und Wut", verweist auf die Stärke der US-Atomwaffen. Ein Krieg wäre eine Katastrophe. Die Einsätze der USA und ihrer Verbündeten seien den Einsätzen von Nordkorea überlegen.

Zusätzliche Bedeutung erhielt die Insel 2012, als der damalige Präsident Barack Obama die verstärkte Fokussierung seines Landes auf den asiatisch-pazifischen Raum ankündigte - diplomatisch, militärisch und wirtschaftlich.

Der US-Präsident nimmt seine "Feuer und Wut"-Drohung nicht zurück, im Gegenteil". Auf der Insel im Westpazifik sind rund 6000 US-Soldaten stationiert.

Verteidigungsminister James Mattis schlug dagegen weitaus kämpferische Töne an, die auf den ersten Blick Trumps Linie zu bekräftigen schienen. Er setze weiter auf Diplomatie.

China, das sich als ein Ziel der Aufrüstung auf Guam sieht, beobachtet diese Entwicklung misstrauisch.

Welche Ergebnisse er meinte, ließ Mattis offen. Sein rhetorischer Ausbruch brachte den Rest seiner Regierung in Erklärungsnot.

Nordkoreas Militärführung hatte demonstrativ unbeeindruckt und mit Spott auf die jüngsten Drohungen Trumps reagiert. Ihre Bewohner sind US-Bürger, dürfen sich aber nicht an der US-Präsidentenwahl beteiligen. Ein fundierter Dialog sei mit dem US-Präsidenten nicht möglich, nur "absolute Gewalt" funktioniere bei ihm, hieß es in einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA. Außerdem konkretisierte die Führung in Pjöngjang ihre Angriffsdrohung. Nordkorea wiederum drohte bereits 2013 mit der Auslöschung der B-52-Basis auf Guam, die in der Reichweite der nordkoreanischen Waffen liege. Die Raketen sollten demnach 30 bis 40 Kilometer vor Guam im Meer niedergehen. Die Zeitung zitiert US-Geheimdienstmitarbeiter, nennt aber deren Namen nicht. Er glaube, dass China in dem Konflikt deutlich mehr tun und den Druck auf Nordkorea erhöhen werde. Auf der anderen Seite geht Nordkorea bewusst dazu über, solche Bedrohungslagen zu konstruieren und rhetorisch zuzu.

Indes kündigte der australische Ministerpräsident Malcolm Turnbull am Freitag an, sein Land werde den USA bei einem möglichen Angriff zur Seite stehen. Japan und Südkorea bringen Abwehrraketen in Stellung. Guams Gouverneur Eddie Calvo gab sich betont gelassen.

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