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Terroristen von Barcelona hatten 120 Gasflaschen gehortet

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Die Polizei riegelt das Gelände

Zwölf Patienten seien in kritischem Zustand, 25 weitere schwer verletzt. Wie das katalanische Fernsehen TV3 berichtete, war der 34-jährige Mann kurz nach dem blutigen Anschlag am Stadtrand von Barcelona tot in seinem Auto gefunden worden. Bis zum Samstagmorgen waren vier Tote noch nicht identifiziert, 54 Menschen lagen noch im Krankenhaus. Solange dies der Fall sei, könne von einer Zerschlagung keine Rede sein, sagte Zoidos katalanischer Amtskollege Joaquin Forn.

Die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS), die sich bereits zu dem Anschlag von Barcelona bekannt hatte, nahm nun auch den Anschlag von Cambrils für sich in Anspruch. Der Geistliche kam möglicherweise bei der Explosion in Alcanar ums Leben. Bei den Sprengstoffgürteln der Verdächtigen handelte es sich der Polizei zufolge um Attrappen.

Die Explosion in dem Haus in Alcanar, rund 200 Kilometer südlich von Barcelona, hatte sich in der Nacht zum Donnerstag ereignet.

Die Terrorzelle von Barcelona hat nach Angaben der Polizei mindestens 120 Gasflaschen für "einen oder mehrere Anschläge" in der katalanischen Hauptstadt gehortet. Dieser sei in Alcanar vermutlich vorbereitet worden. Fünf davon wurden in Cambrils erschossen, vier kurz nach der Tat festgenommen - sie sollen voraussichtlich am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter in Madrid vorgeführt und verhört werden. Am frühen Morgen hätten katalonische Beamte unter anderem zwei Taschen und einen Karton mit Material sichergestellt, berichten spanische Medien. Die Polizei geht nach eigenen Angaben von einer zwölfköpfigen Zelle aus. Fünf der mutmaßlichen Attentäter seien bei dem Anti-Terror-Einsatz in Cambrils getötet worden. Vier wurden demnach verhaftet, drei weitere identifiziert.

Wer ist der Haupttäter? .

Bei der Fahndung nach dem mutmaßlichen Haupttäter, der mit dem Lieferwagen die Passanten gerast war, hatte die Polizei sich zunächst auf den 17 Jahre alten Moussa Oukabir konzentriert. Später hieß es, er könnte unter den Toten von Cambrils gewesen sein und es gebe keine "ausreichenden Beweise", dass er das Tatfahrzeug gesteuert habe. Medienberichten zufolge gilt der 22-jährige Marokkaner Younes Abouyaaqoub als Hauptverdächtiger. "Mir ist es lieber, er kommt ins Gefängnis, als dass er stirbt", sagte sie am Samstag bei einer Versammlung der muslimischen Bewohner von Ripoll.

Die Polizei ging nach Medienberichten auch der Frage nach, ob der Tod eines Spaniers in einem Zusammenhang mit dem Terroranschlag in Barcelona stand. Durch die Explosion in Alcanar mussten die Terroristen von dem Ziel jedoch abweichen, so der Bericht. Die Polizei und die katalanische Regionalregierung äußerten jedoch Zweifel an dieser Einschätzung. Am Freitag fanden Ermittler weitere "biologische Überreste" - möglicherweise eine weitere Leiche. Auf dem Gelände des von der Zelle genutzten Hauses in Alcanar seien auch Spuren des hochexplosiven Sprengstoffs TATP gefunden worden.

Was ist die Verbindung zu Ripoll?

Die Polizei durchsuchte am Samstagmorgen in der Stadt Ripoll nördlich von Barcelona das Haus eines Imam.

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