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Suche nach Deutschen und anderen Vermissten nach Bergrutsch in der Schweiz

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Schlamm und Gesteinsbrocken bewegen sich durch den Ort Bondo

Die Vermissten kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Der Murgang näherte sich dem Dorf Bondo, wo sämtliche Liegenschaften, rund hundert Personen, durch die Feuerwehr, Gemeindearbeiter und die Kantonspolizei Graubünden evakuiert wurden.

Die Überlebenschancen für die acht Vermissten nach dem gigantischen Bergsturz in der Schweiz sind "nicht im hohen Bereich". Die Hoffnung, sie noch lebend zu finden, sei weitgehend geschwunden. Bei den Österreichern handelt es sich um ein Ehepaar, das bis zum späten Nachmittag nicht gefunden werden konnte. Das Auswärtige Amt in Berlin machte zunächst keine Angaben zu den vermissten Deutschen. Die Wanderer seien unabhängig voneinander in Zweiergruppen im Bondasca-Tal unterwegs gewesen.

BERGSTURZ ⋅ Die acht Personen, die nach dem Bergsturz im südbündnerischen Bergell vermisst werden, sind noch nicht aufgefunden worden.

Andrea Mittner, Gesamteinsatzleiter der Kantonspolizei, konnte über die laufenden Aktivitäten informieren: Seit Dienstag Abend ist bekannt, dass acht Personen vermisst werden.

Die Schweizer Zeitung "Blick" hob hervor, dass in der Region Mobiltelefone nicht überall Empfang hätten.

Ein Bagger räumt in Bando Schlamm und Gesteinsbrocken
Neue Geröll und Schlammmassen in Graubünden Inhalt teilen URL zum Kopieren

Der Murgang aus dem Seitental Val Bondasca habe um 16.27 Uhr wiederum Teile der Bergeller Ortschaft Bondo erreicht, teilte die Bündner Polizei mit. In Camin liegen die Geröll-, Schlamm- und Gesteinsmassen laut Einschätzung des Hüttenwarts rund zweihundert Meter hoch. Dadurch wurden Erdmassen bis zu der Ortschaft geschoben. Die Polizei teilte mit, dass die Häuser und der Zugang zum Ort bewacht würden.

"Die Leute sind sofort los und haben alles zuhause zurückgelassen", sagte die Pastorin im Nachbardorf Vicosoprano, Simona Rauch, der Nachrichtenagentur AFP.

Auch die Hauptstrasse durch das Tal bleibt gesperrt. Die Lawine floss knapp am Dorf Bondo vorbei. Danach reichten die Erdmassen bei einigen Häusern bis zum Dach.

Zwölf Ställe und Almhütten wurden zerstört oder in Mitleidenschaft gezogen. Die durch den Bergsturz hervorgerufenen Erschütterungen wurden sogar in der Erdbebenwarte Zürich registriert. Ihre Stärke habe einem Erdbeben der Stärke 3,0 entsprochen. Bereits 2012 hatte sich in der Gegend ein grosser Bergsturz ereignet.

Am Mittwochvormittag hatte sich eine gewaltige Felsmasse vom 3369 Meter hohen Piz Cengalo, der an der Grenze zu Italien steht, gelöst.

Schweizer Dorf durch Erdrutsch eingeschüttet mehr.

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