fashionmagazin.org

Wirtschaft

Schweres Erdbeben erschüttert den Südwesten Chinas

Share
Bodrum erneut von Erdbeben erschüttert

Die Erdstöße in Sichuan wecken die Erinnerung an ein anderes verheerende Beben in der Provinz. Laut offiziellen Angaben kamen dabei mindestens 19 Personen ums Leben, 247 weitere wurden verletzt, 40 von ihnen schwer. Mindestens 30 seien verletzt worden, berichtete das Staatsfernsehen.

Chinas Präsident Xi Jinping rief zu "umfassenden Anstrengungen "auf, um schnell Hilfsmaßnahmen zu organisieren und die Verletzten zu versorgen". Hunderte Soldaten und Bergungskräfte sowie Dutzende Spürhunde wurden mobilisiert. Nach diesen Berichten wurden fast alle in Sicherheit gebracht. Nahe des beliebten Nationalparks Jiuzhaigou stürzten mehrere Häuser ein. Allein 34 000 Besucher waren am Dienstag in dem Park gezählt worden, der für seine Wasserfälle und Karstberge bekannt ist. Fünf Touristen sollen unter den Toten sein, ein Franzose und eine Kanadierin unter den Verletzten.

Die vielen Beben lockern teilweise auch die Hänge in der hügeligen Gegend von Sichuan, sodass es bei den schweren sommerlichen Regenfällen leicht zu Bergrutschen kommt.

Bilder in sozialen Netzwerken und staatlichen Medien zeigten aufgerissene Bergstraßen, zerstörte Häuser sowie gigantische Erdrutsche, die sich Schneisen durch die Bergwälder bahnen. Am Mittwochmorgen erschütterten zahlreiche Nachbeben die Region.

In der Provinz Sichuan waren 2008 bei einem schweren Erdbeben der Stärke 8,0 in Wenchuan, das nur rund 200 Kilometer von Jiuzhaigou liegt, mehr als 80'000 Menschen ums Leben gekommen. Kos und Bodrum liegen etwa zehn Kilometer voneinander entfernt.

Die Behörden sprachen von einer Stärke von 6,6. Während die Zahl der Toten in der südwestchinesischen Provinz Sichuan am Mittwochmorgen auf mindestens zwölf stieg, schreckte das zweite Beben die Menschen in der Region Xinjiang auf. Doch diesmal war zum Glück ein wenig besiedelter Kreis betroffen: Jinghe in der autonomen mongolischen Präfektur Bortala. Laut Seismologen hatte das Beben im Südwesten allerdings nichts mit dem Beben im Nordwesten des Landes zu tun, da die Regionen auf unterschiedlichen tektonischen Platten liegen.

Share