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Polizei prüft Terrorverdacht nach Attacken in London und Brüssel

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Patrouille

Brüssel - Soldaten auf Patrouille haben in Belgiens Hauptstadt Brüssel am Freitag Abend einen Mann niedergeschossen, der sie mit einer Machete angegriffen hatte. Er soll sein Auto gegen 20.30 Uhr (21.30 Uhr MESZ) in der Nähe eines Polizeifahrzeugs am zentralen Kreisverkehr vor dem Buckingham-Palast geparkt haben.

Der Angreifer ging nach offiziellen Angaben gegen 20.15 Uhr am Boulevard Emile Jacqmain in der Innenstadt auf die Soldaten los. Die Militärangehörigen wurden im Gesicht und an der Hand verletzt. Der Staatsanwaltschaft zufolge rief der Angreifer "Allahu akbar" bevor er erschossen wurde.

Nach der Messerattacke auf Polizisten in London gehen die Behörden von einem möglichen Terroranschlag aus.

Ministerpräsident Charles Michel bekundete auf Twitter seine Unterstützung für das belgische Militär.

In Brüssel gilt nach wie vor die zweithöchste Terrorwarnstufe. Im März 2016 hatte es in der belgischen Hauptstadt einen Doppelanschlag gegeben. Auf öffentlichen Plätzen und in der U-Bahn patrouilliert regelmässig Militär. Ebenfalls am Freitagabend ereignete sich in London ein Messerangriff auf Polizisten vor dem Buckingham Palace. Der Angreifer wurde daraufhin festgenommen.

Auch nach einem Messer-Zwischenfall vor dem Buckingham-Palast in London haben Beamte einer Anti-Terror-Einheit die Ermittlungen übernommen, wie Scotland Yard mitteilte. In beiden Fällen sind die Hintergründe unklar. Die Königin befand sich zur Tatzeit in Schottland.

Beide europäischen Metropolen waren in den vergangenen Monaten immer wieder Ziel schwerer islamistischer Anschläge. Ende März hatte ein Attentäter im Zentrum Londons fünf Personen getötet. Im Mai hatte sich zudem ein Selbstmordattentäter bei einem Konzert in Manchester in die Luft gesprengt und 22 Menschen mit in den Tod gerissen. Die Täter rasten zunächst mit einem Lieferwagen auf der London Bridge in die Menge, dann stachen sie in einem Ausgehviertel mit Messern auf Passanten ein. Bei vier Anschlägen in diesem Jahr wurden 36 Menschen getötet.

Spezialeinsatzkräfte der Polizei hatten die britische Öffentlichkeit gewarnt, während des bank holiday am Wochenende wachsam und vorsichtig zu sein, da die Gefahr terroristischer Angriffe besonders hoch sei.

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