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Paukenschlag: ARD und Scholl trennen sich

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Mehmet Scholl arbeitete für die ARD als Fußballexperte unter anderem bei der Weltmeisterschaft 2014 der Europameisterschaft 2016 und im DFB-Pokal

Wie die "Sportschau" meldet, haben sich die ARD und Mehmet Scholl auf eine Vertragsauflösung geeinigt.

Mehmet Scholl ist nicht mehr Fussball-Experte der ARD. "Er hat den Zuschauern einen tiefen Einblick in den Fußball ermöglicht und sie bestens unterhalten", so ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky.

"Wir haben ganz klar abgesprochen, wie die Regularien sind", wird ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky in der Bild zitiert: "Die Redaktionen sind für den Inhalt zuständig, die Experten für die Meinung".

Zwischen dem Fußballexperten und der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt kam es zuletzt wegen der Doping-Berichterstattung im Rahmen des Confed Cup in Russland zum Streit. Der Vertrag wurde aufgelöst, die ARD sucht einen Nachfolger. Für ihn sprang kurzfristig der Ex-Profi Thomas Hitzlsperger (35) ein. Nachdem Leo Fischer bei den Fake-Eilmeldungen sein Kolumnistenkürzel (lf) noch weggelassen hatte, schob er zwar mit entsprechendem Kürzel hinterher "Richtigstellung: Wir bedauern die Falschmeldung der atomaren Sprengung Pjöngyangs und Mehment Scholls".

Konkret störte sich Scholl offenbar an einem Beitrag zum Thema Doping in der russischen Nationalmannschaft 2014, der im Vorfeld des Halbfinalspiels zwischen Deutschland und Mexiko wie auch vor dem Duell zwischen Chile und Portugal gezeigt worden war. "Da haben die gesagt, die bleibt nicht draußen und ich darf mich nicht ins Programm einmischen". Der 46-Jährige äußerte demnach später im Bayerischen Rundfunk, das Thema habe "nichts in der Sendung verloren" gehabt. "Dann mache ich mir Sorgen, dass er zu Miss September wird", um nur das jüngste Beispiel des Schollschen Wortwitzes zu nennen. Ursprünglich war die Zusammenarbeit bis mindestens zur WM-Endrunde 2018 geplant. Und der vor zwei Jahren schwadronierte, sein Sport sei für Doping zu komplex.

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