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Nur Bronze für Usain Bolt bei Leichtathletik-WM

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Usain Bolt ist der schnellste Mann der Welt

Usain Bolt tritt mit einer Niederlage von der grossen Bühne ab: Im Final über 100 Meter an den Weltmeisterschaften in London sind Justin Gatlin und Christian Coleman schneller als der Jamaicaner. Es schien, als ob keiner der beiden anderen Läufer dies wahrnahm, doch am Ende übertrat Gatlin deutlich als Erster die Ziellinie und jubelte, als Coleman sich noch als Sieger wähnte. Nun weinte Gatlin hemmungslos vor Glück, ging aber auch vor dem Jamaikaner auf die Knie und huldigte dem Supermann der vergangenen Jahre. Er verneigte sich vor Bolt, der als einer der ersten Gratulanten zu ihm kam, ihn umarmte und abklopfte. "Ich habe meine Zeit abgesessen". Der schon 35 Jahre alte Amerikaner gewann das Finale am Samstagabend überraschend in 9,92 Sekunden, Titelverteidiger Bolt landete mit 9,95 Sekunden noch hinter dem Amerikaner Christian Coleman (9,94) auf dem dritten Platz. "Der Start hat mich gekillt". Ich habe mein Bestes gegeben", sagte Bolt, der noch eine Stunde nach dem Rennen von den letzten Fans im Stadion gefeiert wurde: "Dieser Ort ist wundervoll, ich weiß diese Zuneigung sehr zu schätzen. Kurz stand Bolt anschließend die Verwunderung ins Gesicht geschrieben, denn auf der Anzeigetafel fehlte sein Name im Ergebnis. "Danke an London für all die Liebe und Wertschätzung". Mit der Staffel wird er zum Abschluss der Wettkämpfe in London noch einmal antreten, bevor er seine Karriere endgültig beendet.

"Diese Nacht ist eine magische für die Leichtathletik und für Usain Bolt". Seine letzte Goldmedaille bei Weltmeisterschaften holte Gatlin 2005 in Helsinki.

Jedoch ist der 30-Jährige nicht der Schnellste der Vorschlussrunde.

Sieg als Katastrophe für Sport? "Heute ging es nur um diesen Sieg, und ich habe es geschafft, ihn mir zu schnappen".

Ob er es möge, den "bad boy" zu geben? "Das klingt mir nicht nach einem bösen Buben", meinte Gatlin, der anders als Bolt seine Karriere fortsetzen wird.

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