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Wirtschaft

Model 3: 63.000 Rücktritte, die Anleger kalt lassen

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GETTY IMAGES  JUSTIN SULLIVAN

Unbeeindruckt zeigt sich auch die Belegschaft, die ein größeres Stück vom Kuchen haben will.

Gleichwohl schreibt Tesla weiter rote Zahlen, wie der Konzern von Tech-Milliardär Elon Musk am Mittwoch nach US-Börsenschluss mitteilte. Das Startgehalt liegt bei 18 Dollar (rund 15,20 Euro) pro Stunde. Davon ist auf dem Konto des Konzerns allerdings nicht viel übriggeblieben. Der Elektroautobauer und seine Aktionäre freuen sich auf überragende Umsätze, müssen auf der anderen Seite aber enorme Verluste hinnehmen. Der Verlust nahm zwar von 293 auf 336 Millionen Dollar ebenfalls zu, fiel aber geringer aus als angenommen. Das Unternehmen hat seine etablierten amerikanischen Wettbewerber General Motors und Ford bei der Marktkapitalisierung überholt, obwohl es nur auf einen Bruchteil von deren Produktionsmengen kommt.

Von den Verlusten lassen sich die Aktionäre nicht beeindrucken, sie schauen auf die Umsätze. Die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um über acht Prozent.

Bislang bekamen 30 Tesla-Mitarbeiter die ersten Model 3-Fahrzeuge. Die ersten 30 Exemplare es Elektrowagens waren am 28. Juli an ihre Besitzer im Rahmen einer Feier übergeben worden. Vor einer Woche wurden die ersten Fahrzeuge ausgeliefert. Die Produktion, die sich aktuell nur auf einige wenige Einheiten pro Tag beläuft, soll in den nächsten Monaten rapide ausgebaut werden.

Tesla hat sich einiges vorgenommen: Ab 2018 soll die Jahresproduktion auf 500.000 Autos erhöht werden. Zwei Jahre später soll die Millionenmarke geknackt werden.

Euphorie an der Börse: Tesla kann in seiner Halbjahresbilanz hervorragende Umsatzzahlen vorweisen. Es liegen den Berichten zufolge viele Meldungen über Arbeitsunfälle vor - zahlreiche davon hätte man den Beschwerden zufolge durch entsprechende Arbeitsschutzmaßnahmen vermeiden können. In einem Brief an den Verwaltungsrat des Unternehmens forderten Angestellte Informationen über ihre geplante Gehaltsentwicklung, die Voraussetzungen für Beförderungen und über Arbeitsschutzmaßnahmen.

Tesla-Beschäftigte klagen über ArbeitsbedingungenDoch Negativ-Schlagzeilen trüben die rosigen Zahlen und Aussichten derzeit: Beschäftigte beklagen sich Medienberichten zufolge über geringe Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. US-Dollar wert und damit erneut der wertvollste Autobauer der USA.

Allerdings sieht sich Tesla inmitten der ersten Model-3-Auslieferungsphase mit wachsenden Beschwerden von Beschäftigten über die Löhne und Arbeitsbedingungen konfrontiert. Das senke die Moral und traumatisiere die Mitarbeiter, wie Michael Catura, einer der Unterzeichner des Briefs erklärte.

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