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Martin Schulz ist noch nicht müde

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Martin Schulz in der RTL-Sendung Deutschland fragt nach

Auch die große Koalition sei eine Option.

Der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat den deutschen Automanagern vorgeworfen, die Zukunft dieser wichtigen Branche zu gefährden. Schulz ergänzte: "Ich werde Kanzler". Hat Merkels Duzfreund Matthias Wissmann wieder für die Autolobby interveniert oder FDP-Boss Christian Lindner seine künftige Koalitionspartnerin vor einem Fall von "Planwirtschaft" gewarnt? Wenn die CDU als Juniorpartner eintreten wolle, "sollen sie sich das überlegen", sagte Schulz. Das ist zur Zeit die SPD-Politikerin Aydan Özoğuz, die aber kaum Befugnisse hat. So forderte Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles, ihre Partei müsse vor allem in der Kommunikation "noch eine Schippe oben drauflegen".

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat vielleicht den Fehler begangen, sich vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen zu rar zu machen.

Fazit: Ob die Wahl am 24. September jenseits des Erfolgs der kleineren Parteien noch spannend wird, ist ungewiss. Schulz spricht von einer "Intelligenz-Maut" nach dem Motto "Wer schlau ist, muss bei uns bezahlen". Von Katharina Brunner, Markus C. Schulte von Drach, Christian Endt, Martina Schories mehr. Da nachzuhaken hätte sich für Interviewer Walde eher gelohnt als der fruchtlose Versuch, Differenzen zwischen Schulz und seinem Vorgänger als Parteichef, Sigmar Gabriel, herauskitzeln zu wollen.

Schulz versuchte, sich in dieser Debatte mit einer teils noch schärferen Wortwahl von Merkel abzugrenzen.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann kündigte im Berliner "Tagesspiegel" eine Ende der "Schonzeit" für die Kanzlerin an. Man werde die CDU-Vorsitzende von jetzt an "Tag für Tag mit den Herausforderungen und Problemen unseres Landes konfrontieren, aber auch mit den Chancen, die sie verspielt" habe.

Die Botschaft ist klar: Schulz will sich abheben von der Union und ihrer Kanzlerin Angela Merkel, denen er anlastet, in der Einwanderungspolitik "nicht auf der Höhe der Zeit" zu sein. Merkel habe in all ihren Kanzlerjahren "stets ihre schützende Hand" über die Autoindustrie gehalten.

Stattdessen müssten Menschen aus dieser Gruppe - immerhin 22,5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland - vielerlei Benachteiligungen erleiden.

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