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Früherer SS-Mann Gröning soll Haftstrafe antreten

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Der frühere SS-Mann Oskar Gröning soll nach einer Entscheidung der Staatsanwaltschaft Hannover seine vierjährige Haftstrafe antreten.

Ein Amtsarzt halte den mittlerweile 96 Jahre alten Gröning grundsätzlich für haftfähig, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Im Juli 2015 war er vom Landgericht Lüneburg wegen Beihilfe zum Mord in mindestens 300.000 Fällen zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Der frühere Freiwillige der Waffen-SS hatte eingeräumt, in Auschwitz Geld aus dem Gepäck der Verschleppten gezählt und weitergeleitet zu haben. Grundlage für die Entscheidung sei ein amtsärztliches Gutachten, das zu dem Schluss gelangt sei, dass Gröning grundsätzlich haftfähig sei, sagte eine Sprecherin. Das Urteil wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) im vergangenen November bestätigt und ist damit rechtskräftig. Voraussetzung sei, dass Gröning medizinisch und pflegerisch entsprechend versorgt werde. "Eine schriftliche Ladung zum Strafantritt ist noch nicht ergangen", betonte Söfker.

Ob der 96-Jährige tatsächlich ins Gefängnis muss, ist Söfker zufolge aber noch nicht endgültig entschieden.

Grönings Verteidiger wolle juristisch gegen den Bescheid vorgehen, berichtete unter anderem die "Hannoversche Allgemeine Zeitung". Die Verteidigung habe die Möglichkeit, die Entscheidung der Staatsanwaltschaft durch ein Gericht überprüfen zu lassen.

Grönings Anwalt Hans Holtermann kündigte am Dienstag bereits an, beim Landgericht Lüneburg eine erneute gerichtliche Prüfung zu beantragen. Sein Mandant sei nicht haftfähig.

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