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Baum stürzt auf Prozession in Madeira - Mindestens 13 Tote

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Das Unglück ereignete sich während des Festivals

Nach dem tragischen Unglück bei einem religiösen Volksfest auf Madeira trauern die Inselbewohner um die 13 Menschen, die durch eine umgestürzte Eiche getötet worden sind. Laut Zivilschutz sollen mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen und fünf schwer verletzt worden sein. Spezialisten sollen derweil ab Mittwoch den Baum untersuchen und die Ursachen für das Unglück erforschen.

"Wir haben ein Knacken gehört, dann ist der Baum genau dort hingefallen, wo die Menschen Kerzen abgestellt haben", sagte der Augenzeuge Domingos Perestrelo dem Fernsehsender SIC Noticias.

In diesem Jahr blieb die Region um Funchal während der Feierlichkeiten am 14. und 15. August zwar von Flammen verschont, dafür ereilte sie eine andere Katastrophe: Eine riesige, mehr als 200 Jahre alte Eiche stürzte auf eine Gruppe von Gläubigen und Schaulustigen, die sich gerade auf die Prozession vorbereiteten.

Das Unglück ereignete sich während der beliebten "Festa da Senhora do Monte" (Fest der Herrin von Monte), dem größten und berühmtesten religiösen Festival auf der Insel. Unter den Verletzten seien vier Ausländer, auch ein Deutscher. Die Gemeinde von Monte betonte, der Baum sei bereits seit 2014 als umsturzgefährdet gemeldet worden. Straßen und Häuser oberhalb der Inselhauptstadt Funchal werden dafür aufwändig geschmückt - Tausende Gäste kommen, auch viele Touristen aus aller Welt. Der Bürgermeister der Hauptstadt Funchal widersprach.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an, Ermittlungen aufnehmen zu wollen. 2016 wurde das Monte-Fest wegen Waldbränden abgesagt.

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