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"Aus dem Nichts" von Fatih Akin ist deutscher Oscar-Kandidat

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Fatih Akin

Hollywood/Wien. Das NSU-Drama "Aus dem Nichts" von Regisseur Fatih Akin geht für Deutschland ins Oscar-Rennen. Die Witwe (Diane Kruger) verzweifelt an der Blindheit der deutschen Behörden, die die Täter partout nicht am rechten Rand, sondern im türkischen Drogenmilieu finden wollen.

München - "Freude, Erleichterung, Stolz, Nervosität": Regisseur und Drehbuchautor Fatih Akin kann sein Glück kaum fassen.

Eine Fachjury wählte "Aus dem Nichts" unter insgesamt elf Bewerben aus. Die mitreißende Erzählkraft habe überzeugt, heißt es zur Begründung. Der Film, bei dem Diane Kruger die Hauptrolle spielt, feierte im Mai dieses Jahres bei den Filmfestspielen von Cannes seine Premiere. "Aus dem Nichts" zerbricht Katjas ganze Welt. Die Polizei fasst zwei Verdächtige: Ein junges Neo-Nazi-Paar.

Ob es der Film auch auf die Shortlist der letztendlich für den Oscar nominierten Filme schafft, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Die Academy könnte vielleicht genau wegen der hemmungslosen Erzählweise etwas damit anfangen. Das entschied am Donnerstag in München eine Jury im Auftrag von German Films, der Auslandsvertretung des deutschen Films.

Noch ist "Aus dem Nichts" nur einer von zahlreichen Filmen, die weltweit auf nationaler Ebene für die Oscar-Kategorie des besten nicht englischsprachigen Films vorgeschlagen wurden. Bei der Verleihung ging das komödiantische Familiendrama aber leer aus. Sie gewann dafür in Cannes den Preis als beste Hauptdarstellerin. Über seine Chancen beim Oscar meinte Akin: "Ich vertraue dem Film, ich glaube, der Film ist sehr wuchtig".

In den nächsten Wochen und Monaten geht es für Akin in die USA auf Tour, um für sein Werk zu werben. Und dieser Film hat in Cannes im direkten Vergleich mit Akin die Goldene Palme gewonnen.

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