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Altkanzler Schröder soll in den Rosneft-Vorstand

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Gerhard Schröder | Bild

Könnte in den Aufsichtsrat des größten russischen Ölkonzerns Rosneft gewählt werden: Altkanzler Gerhard Schröder. Er redet dafür lieber über Martin Schulz' Verhalten nach der Wahl.

Moskau (energate) - Die russische Regierung will Altbundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) im Vorstand des teilstaatlichen Ölkonzerns Rosneft installieren.

Es gebe insgesamt sieben Kandidaten für den Posten eines "unabhängigen Direktors" des staatlichen Unternehmens, darunter Schröder, hieß es in einem Dekret des russischen Regierungschefs Dmitri Medwedew am Freitagabend. Die Rosneft-Aktionäre sollen Ende September über die Veränderungen im Rosneft-Vorstand abstimmen, der bei dieser Gelegenheit von neun auf elf Mitglieder erweitert wird. Dessen Chef Igor Setschin gilt als enger Vertrauter des russischen Präsidenten Wladimir Putin, zu dem Schröder freundschaftliche Beziehungen pflegt.

SPD-Generalsekretär Hubertus Heil sagte am Montag in Berlin zu dem Rosneft-Posten, es müsse sich noch zeigen, ob es tatsächlich dazu komme. Für Schulz sei ganz klar, "dass er nach seiner Amtszeit als Bundeskanzler keine Tätigkeit in der Privatwirtschaft anstrebt".

Die EU und die USA verhängten im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise Sanktionen, die auch den Rosneft-Konzern betreffen. Der 73-jährige Altkanzler ist bereits Vorsitzender des Aktionärsausschusses von Nord Stream, dem Betreiber einer Gas-Pipeline von Russland nach Deutschland durch die Ostsee.

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