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Zwei Tote bei Unruhen während des Generalstreiks

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Polizisten stehen schwerr bewaffnet hinter Barrikaden

Caracas - Der Erfolg war deutlich größer als bei einem ähnlichen Versuch im Vorjahr - vom geplanten Generalstreik waren die Proteste der Opposition am Donnerstag in Venezuela aber erneut weit entfernt. Wer auf ihn geschossen hat, wurde nicht mitgeteilt. Das gesamte Land solle sich friedlich an dem 24-stündigen Ausstand beteiligen, sagte Oppositionschef Guevara. Bei den Massenprotesten sind seit April fast 100 Menschen ums Leben gekommen.

Der sozialistiche Präsident Nicolas Maduro plant eine Verfassungsreform.

Die fünf Toten während des Streiks erhöhten die Zahl der Todesopfer auf mindestens 103. Die Polizei setzte Tränengas ein. Geschäfte und Schulen blieben geschlossen, der öffentiche Nahverkehr kam zu erliegen. Der Präsident hat für den 30. Juli Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung angesetzt, die nach Ansicht der Opposition die Macht des Präsidenten und seiner Sozialistischen Partei sichern soll.

In Vierteln von Caracas, in denen vor allem Anhänger von Präsident Maduro leben, lief das Leben normal weiter.

Am Sonntag hatten die konservativen und rechten Regierungsgegner ein symbolisches Referendum gegen die verfassunggebende Versammlung veranstaltet. 95 Prozent stimmten demnach gegen die von Maduro einberufene Versammlung und für die Beibehaltung der Verfassung, die unter dem 2013 gestorbenen Präsidenten Hugo Chávez verabschiedet worden war. Bei der Parlamentswahl 2015 siegte die Opposition. Mehr als sieben Millionen Menschen lehnte darin eine geplante Verfassungsänderung ab.

In Präsident Maudros eigenem Lager hatten sich schon mehrere Menschen von ihm abgewandt. Zuletzt warf sie der Regierung vor, mithilfe des Obersten Gerichtshofs und der Armee "Staatsterrorismus" zu betreiben.

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