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Wirtschaft

Verbot von Diesel- und Benzinautos bis 2040

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Eine Zapfsäule „außer Betrieb

Unter anderem sollen spätestens ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotor mehr verkauft werden. Der Verkauf dieser Fahrzeuge solle bis dahin untersagt werden, sagte Umweltminister Nicolas Hulot bei der Präsentation des Klimaschutzplans der neuen französischen Regierung. Geringverdiener sollen von der französischen Regierung eine Prämie bekommen, um ihre alten Autos gegen neue, saubere Modelle auszutauschen. Nachdem die USA aus dem UN-Klimaabkommen ausgetreten sind, will Frankreich seine Klimaschutzziele verschärfen. Bisher sieht Frankreich in seinem Energiewendegesetz vor, die Emission bis Mitte des Jahrhunderts im Vergleich zu 1990 um 75 Prozent zu senken.

CO2-neutral bedeutet, dass nur soviel Kohlendioxid ausgestoßen wird, wie gleichzeitig etwa durch Wälder und Speichertechniken aus der Atmosphäre geholt werden kann.

Hulot sagte: der Abschied vom Verbrennungsmotor sei ein "schweres Ziel", doch die Lösungen seien da.

Die neben Frankreich größten europäischen Automärkte Deutschland und Großbritannien diskutieren ähnliche Pläne, haben aber bisher keine klaren Absichten formuliert. Die deutsche Regierung solle dem Grünen-Vorschlag folgen, ab 2030 nur noch abgasfreie Autos neu zuzulassen. Greenpeace kritisierte, es fehle an konkreten Massnahmen: "Unsere Erwartungen sind nicht erfüllt, was die Art angeht, wie die Ziele erreicht und die teils ehrgeizigen Versprechen eingehalten werden sollen", teilte sie mit. Fraktionschef Anton Hofreiter lobte das Vorhaben Frankreichs und die damit verbundene Entschlossenheit. WWF-Frankreich-Chef Pascal Canfin äusserte sich positiv: "Frankreich beschleunigt, und das ist eine gute Nachricht". Die verbleibenden Kohlekraftwerke sollen bis 2022 geschlossen werden.

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