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US-Airforce rettet deutsche Segler [1:13]

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Rettung deutscher Segler

Einer der beiden Männer erlitt schwere Brandverletzungen.

Vater und Sohn waren mit ihrer zwölf Meter langen Segelyacht auf dem Weg von Jamaika (Karibik) nach Bremerhaven gewesen. Auf diesem ungewöhnlichen Weg landete die Meldung bei der Integrierten Regionalleitstelle Unterweser-Elbe der Feuerwehr in Bremerhaven.

Zwei deutsche Segler (66 und 48 Jahre) sind in der Nacht zum Sonnabend von der US-Air Force 800 Kilometer vom Festland entfernt aus dem Atlantik gerettet worden. Während die Rettungsaktion in den USA anlief, versuchten die Wachleiter in der Seenotleitung ununterbrochen, die beiden Schiffbrüchigen zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt waren Vater und Sohn bereits in die Rettungsinsel gegangen. Hier kamen die beiden Deutschen ins Krankenhaus Orlando. Der Notruf wurde an die US-Küstenwache in Miami weitergeleitet, die nahezu zeitgleich ein automatisches Signal der brennenden Jacht auffing. Alle Versuche der Kontaktaufnahme blieben jedoch ergebnislos.

Wegen der großen Entfernung vom Festland bat die Küstenwache die Air Force um Hilfe.

Über ein Satellitentelefon hatten die Männer Familienangehörige in Bremerhaven angerufen, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Montag mit. Rescue Wing, einer Abteilung, die normalerweise für die Suche und Rettung von Soldaten in Kriegsgebieten zuständig ist, zur Position der verunglückten Yacht. Die leiteten den Tanker Nord Nightingale in Richtung der Schiffbrüchigen. Um sie zu retten, sprangen fünf Fallschirmspringer mit Schlauchbooten über den Gewässern ab und brachten die beiden Männer zu einem Tanker.

Zwei Airforce-Hubschrauber, die während des Fluges in der Luft an dem inzwischen zurückkehrenden Flugzeug aufgetankt wurden, flogen zur "Nord Nightingale", zogen Schiffbrüchige und Retter vom Tanker mithilfe einer Seilwinde nach oben und flogen sie nach Florida.

Schließlich wurden die Segler in eine Klinik in Orlando im US-Bundesstaat Florida eingeliefert.

Der 48-Jährige ist wegen seiner schweren Brandverletzungen derzeit noch in Intensivbehandlung. "Das Schiff hat innerhalb kürzester Zeit in Flammen standen", sagte der Segler den Angaben zufolge.

Vater und Sohn drückten ihren tiefen Dank gegenüber ihren Rettern und den beteiligten Organisationen aus, heißt es in der Mitteilung der DGzRS.

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