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Wirtschaft

SPD-Kanzlerkandidat Schulz fürchtet neue Flüchtlingskrise

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Flüchtlinge auf der Balkanroute Quelle über dts Nachrichtenagentur

SPD-Kanzlerkandidat Schulz will die Flüchtlingskrise zum Wahlkampfthema machen.

Der bayerische Ministerpräsident gab Kanzlerin Merkel und ihrer Grenzöffnung für Flüchtlinge 2015 die Verantwortung dafür, dass eine absolute Mehrheit der Union bei der Bundestagswahl derzeit nicht absehbar sei. Sein Vorschlag: Gegen finanzielle Unterstützung von der EU-Kommission sollen andere EU-Länder Italien Flüchtlinge abnehmen.

Schulz will am kommenden Donnerstag mit Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni über das Problem sprechen. "2015 kamen über eine Million Flüchtlinge nach Deutschland - weitgehend unkontrolliert". "Jetzt sind die anderen EU-Mitgliedstaaten dran", sagte Schulz der "Bild am Sonntag".

Die Lage in Italien hatte sich zuletzt so sehr verschärft, dass sich das Land an der Kapazitätsgrenze sieht. CSU-Chef Seehofer bekräftigte in der "Welt am Sonntag" die Forderung seiner Partei nach einer Obergrenze für Flüchtlinge: "Im Moment ist die Lage beruhigt". Ende Juli 2016 hatte das IOM mitgeteilt, seit Jahresanfang 2016 seien immer noch mehr als 240.000 Menschen über das Mittelmeer nach Europa eingereist. "Wir sind der Auffassung, dass wir in Deutschland nicht mehr als 200.000 Flüchtlinge jährlich verkraften können, damit Integration möglich ist", sagte er. In seiner früheren Funktion als EU-Parlamentspräsident hätte Schulz mehr für eine europäische Lösung in der Flüchtlingsfrage tun können, so Korte.

Berlin (Reuters) - SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat vor einer Wiederholung der Flüchtlingskrise gewarnt.

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt rief die Bundesregierung auf, sich der Realität nicht länger zu verweigern und "endlich eine langfristige Flüchtlingspolitik" voranzutreiben.

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