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G20-Gegner protestieren - Merkel trifft Trump

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Donald Trump kommt laut Analysten nicht als Freund sondern als Spalter nach Europa

New YorkKurz bevor US-Präsident Donald Trump Hamburg verlassen hat, griff er zum Smartphone, um die deutsche Polizei und auch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu loben.

Auch die Hamburger FDP warf Scholz vor, den Gipfel "massiv unterschätzt" zu haben. Dass das Militär in Hamburg nicht im Einsatz war, dürfte ihm entgangen sein.

In Hamburg ist es bei einer Großdemonstration von G20-Gegnern zu Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten gekommen. Die Differenzen mit den USA seien "nicht zugekleistert" worden, sagte Merkel.

Am Morgen des ersten Gipfeltages tritt die sogenannte Allgemeinverfügung in Kraft, mit der das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit in zwei Hamburger Innenstadtbereichen eingeschränkt wird. Hier steht besonders China als weltgrösster Stahlproduzent in der Kritik, kritisiert werden aber auch die Europäer. Unter dem Protest von Hunderten Menschen entfernten die Beamten die Zelte, in denen zum Teil noch Demonstranten sassen. Zwischen Berlin und Ankara gibt es erhebliche politische Verstimmungen. Nach "Helme ab"-Rufen der Demonstranten, zogen die Polizisten tatsächlich ihre Helme aus und es kam zu gemeinsamen Fotos und Umarmungen".

Kurz vor der Ankunft Trumps in Hamburg startete ein Protestmarsch von tausenden Linksautonnomen unter dem "Motto "Willkommen in der Hölle", der als die Demonstration mit dem größten Gewaltpotenzial gilt".

Die Polizei sprach von 6000 Teilnehmern und einem zunächst friedlichen Auftakt. Auch die Schanzenbäckerei, vor der sie sitzen und Kaffee trinken, hätte die Hamburger Szene niemals angegriffen - sie hat aber kaputte Scheiben. Die Demonstration sollte von dort aus über die Reeperbahn bis etwa 300 Meter an die Messehallen herangehen, wo an diesem Freitag der G20-Gipfel beginnt. Gewalttätige Proteste lehnte Merkel erneut ab: "Wer gewalttätig wird, der verhöhnt die Demokratie". Die Beamten stoppten den Zug und setzten Pfefferspray sowie mehrere Wasserwerfer ein. Die Einsatzkräfte rückten nacheinander in mehreren Straßen vor. Außerdem wurden Polizeiangaben zufolge Barrikaden gebaut und angezündet. An zentralen Kreuzungen stehen Polizeiwagen, über der Stadt kreisen Hubschrauber.

Gegen Mitternacht rückte die Polizei mit einem massiven Aufgebot gegen die nach ihren Angaben etwa 1.500 Randalierer nahe der Straße Schulterblatt im Schanzenviertel vor.

Trotz vieler Meinungsverschiedenheiten lobte Trump Merkels Verhandlungsführung beim G20-Gipfel. "Wir müssen mit Terroranschlägen rechnen, wir müssen mit militanten Blockaden rechnen und viel mehr". Im ZDF betonte er: "Wir haben die Gefahr nicht unterschätzt".

Der SPD-Politiker wehrt sich und verspricht den Opfern schnelle Hilfe. "Von uns sind Kräfte der Bereitschaftspolizei, der Spezialeinheiten, des Landeskriminalamts, der Wasserschutzpolizei, Taucher und Sprengstoff-Experten in Hamburg", sagt der Sprecher des Mainzer Innenministeriums, Steffen Wehner, unserer Zeitung. "Das ist sinnlose, widerwärtige Gewalt" - und zwar nicht nur von Chaoten aus Deutschland, sondern auch von organisierten Gewalttätern aus ganz Europa. "Die Sicherheitsbehörden wussten das", sagte er in Dresden. "Wir wollen keine Konfrontation mit den USA". In den Camps, die die Gerichte zum Teil erlaubt hätten, sei "die strategische Vorbereitung zu den Gewalttaten entstanden". "Das ist eine Herausforderung, die die Hamburger Polizei noch nicht zu bestehen hatte", sagte Grote. "Aber wir sagen auch: Es gibt Kriterien dafür und auch rote Linien". Die Veranstalter der Demo schieben der Polizei den Schwarzen Peter zu: "Durch gezielte Angriffe provozierten die Polizeikräfte Gegenwehr und nutzten diese Lage, um eine Situation zu schaffen, in der nichts anderes übrig blieb, als die Versammlung aufzulösen", schreiben sie in der Nacht in einer Mitteilung. Die Linksautonomen hätten einen fast militärischen Eindruck vermittelt.

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