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Fahrgäste sitzen in verkeilter Gondel fest

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Eine Gondel der Bahn, die über den Rhein führt, hatte sich aufgrund des starken Windes an einem Pfeiler verkeilt.

Laut einer Mitteilung der Stadt Köln hatte eine Gondel der Seilbahn beim Einfahren in die linksrheinische Bodenstation einen Not-Stopp ausgelöst, der dafür da ist, Schlimmeres zu verhindern. Geduldig hatten sie zwei Stunden ausgeharrt, bis die Höhenretter der Feuerwehr sich zu ihnen durchklettern konnten.

Ein Mann und eine schwangere Frau wurden leicht verletzt, sie hatten Kreislaufprobleme.

Köln Oberbürgermeisterin Henriette Reker fieberte mit: "Ich denke natürlich an die Menschen, die in den Kabinen sind". Sie brauchen Geduld und Mut, denn viele müssen abgeseilt werden. Reker äußerte ihre Zuversicht, dass der Einsatz letztlich gut ausgehe.

Höhenretter der Feuerwehr bergen in Köln Menschen aus Gondeln der Seilbahn. Sie sei froh, dass die Menschen hinterher psychologische Hilfe und Betreuung bekämen.

Sie hoffe, dass die Ursache rasch gefunden und für die Zukunft als Fehlerquelle ausgeschlossen werden könne. Darunter auch Rettungskräfte aus dem Oberbergischen Kreis sowie Spezialisten der RWE Werksfeuerwehr. Sie werden von Höhenrettern auf Schiffe abgeseilt. Zunächst war Feuerwehr und die für die Seilbahn über den Rhein zuständigen Kölner Verkehrs-Betriebe von etwa 100 festsitzenden Fahrgästen ausgegangen. "So etwas ist noch nie passiert", sagt er und macht klar: Dieses Unglück ist nicht mit dem Zwischenfall im Oktober 2014 zu vergleichen, als eine Windböe dafür sorgte, dass sich der Entgleisungsschutz einer Gondel unter das Tragseil klemmte und mehrere Menschen aus den Kabinen abgeseilt werden mussten (siehe Kasten). 23 von ihnen konnten bis zum frühen Abend befreit werden.

Uhr: Auch über dem Rhein hängen noch Personen in den Gondeln fest. Der Einsatz der Feuerwehr wird aber nicht behindert.

Bei der spektakulären Rettung festsitzender Seilbahn-Fahrgäste über dem reißenden Rhein bekamen die Rettungskräfte hundertfachen Applaus: Als eine Mutter mit ihrem Kind aus einer der Gondeln auf ein Feuerwehrschiff abgeseilt wurde und beide sicher ankamen, applaudierten Zuschauer am Rheinufer spontan. Eine ähnliche Größenordnung der Fahrgäste hatte der Sprecher der Feuerwehr zuvor genannt.

Die Feuerwehr rechnete dennoch damit, den Einsatz noch am Sonntag abzuschliessen.

Uhr: Die ersten Geretteten im Rechtsrheinischen: Martina (60) und Hans-Peter Rieger (62) aus Dortmund. Weil die eigenen Höhenretter allein viel zu lange für die Evakuierung der Gondeln bräuchten, werden auch die Höhenretter aus Aachen und Düsseldorf alarmiert. "Das wird uns auf jeden Fall immer im Gedächtnis bleiben", sagen sie.

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