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Waldbrand tötet in Portugal mehr als 60 Menschen

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Mindestens 19 Tote bei Waldbrand in Portugal

Eine Wand aus Rauch: Durch die Feuer verdunkelt sich der Himmel über dem Dorf Mourisco in Zentralportugal.

Auslöser der Flammen war möglicherweise ein Blitzeinschlag, wie die Polizei mitteilte. Einige Ortsteile seien "von den Flammen völlig eingekesselt" worden, sagte Alves. Die Regierung rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Hunderte Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen.

Bei einem verheerenden Waldbrand in Portugal sind mindestens 62 Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt worden. Nach Angaben des Rundfunksenders RTP wurden zudem etwa 20 Menschen verletzt, darunter sechs Feuerwehrmänner. Das teilte die portugiesische Regierung am Sonntag mit. Die extreme Trockenheit und die starken Winde behinderten aber weiter die Löscharbeiten. "In den Autos wurden 30 Tote gefunden, 17 Leichen wurden an den Straßenrändern geborgen". Die Situation im betroffenen Kreis Pedrógão Grande knapp 200 Kilometer nordöstlich von Lissabon war in der Nacht zum Sonntag nach amtlichen Angaben besorgniserregend. Einige Dörfer sind völlig von den Flammen eingeschlossen, hieß es. Die Feuerwehr konnte am Morgen nur noch ausgebrannte Autos bergen. Am Samstagnachmittag habe sich über dem betroffenen Gebiet um den Kreis Pedrógão Grande ein Gewitter entladen, ohne dass es dabei regnete, sagte der Direktor der Kriminalpolizei, José Almeida Rodrigues, am Sonntag der Nachrichtenagentur Lusa.

Den Behörden zufolge sieht es ganz danach aus, als habe der Brand eine natürliche Ursache. Mittlerweile seien in Pedrógão Grande und drei Nachbar-Kreisen 690 Feuerwehrmänner mit 216 Fahrzeugen und vier Löschflugzeugen im Einsatz, so Gomes. Ministerpräsident Antonio Costa sprach von einer "furchtbaren Tragödie". Costa sagte aber, die Zahl könne noch weiter steigen. Feuerwehrfahrzeuge wurden von den Flammen zerstört, Familien mussten ihre Häuser verlassen.

Das Feuer wüte an zwei Fronten noch immer mit "grosser Wucht" und werde von fast 700 Feuerwehrmännern mit über 80 Einsatzfahrzeugen und zwei Flugzeugen bekämpft, sagte Gomes am Sonntag.

Insgesamt elf Waldbrände Autos fahren am 18.06.2017 in Pedrogao Grande (Portugal) auf der Landstraße zwischen Castanheira de Pera und Figueiro dos Vinhos an einem ausgebrannten Auto vorbei. Die nahezu unberührte Natur mit Lagunen und Stauseen zieht seit Jahren immer mehr Wanderer und Wassersportler an.

Papst Franziskus versicherte den Portugiesen angesichts des verheerenden Waldbrandes in dem südwesteuropäischen Land seine Nähe. Frankreich schicke drei Flugzeuge, sagte der für humanitäre Hilfe zuständige EU-Kommissar Christos Stylianides.

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