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Thiem deklassiert Djokovic in Paris

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Dominic Thiem ist in Paris weiter ohne Satzverlust unterwegs

Deutschlands Tennie-Legende Boris Becker hat Novak Djokovic nach dessen Viertelfinal-Aus bei den French Open dazu geraten, schnell einen neuen Trainer zu verpflichten. Er konnte nochmals für zwei Games zurück, gab dann aber beim Stand von 0:2 im zweiten Satz wegen einer Verletzung des linken Bauchmuskels auf. "Ich wusste nicht, dass ich auf Sand gut spielen kann".

Der Sieg sorgt auch in den sozialen Medien weltweit für Aufsehen, schließlich hat Thiem auf großer Bühne den Titelverteidiger aus dem Turnier genommen.

Rafael Nadal gelingt hingegen der Sprung ins Halbfinale.

Anders als zuletzt in Rom war Thiem dieses Mal von Anfang an der bessere Spieler. Er gab dabei 22 Games ab, so wenige wie noch nie bei einem Grand-Slam-Turnier auf dem Weg in den Halbfinal. Novak Djokovic traut Thiem den großen Coup jedenfalls zu: "Thiem ist einer der kommenden Stars".

Dominic Thiem hatte es in der Früh eilig gehabt, sich warm zu machen, war einige Minuten vor der eingetragenen Trainingszeit auf dem Suzanne Lenglen erschienen.

Damit platzte auch das von vielen ersehnte Gigantenduell von Djokovic gegen Sandplatzkönig Rafael Nadal in der Vorschlussrunde. Nach nur 51 Minuten musste Pablo Carreno Busta beim Stand von 6:2, 2:0 für Nadal wegen einer Bauchmuskelverletzung aufgeben.

Novak Djokovic lag am Boden und hatte sein Racket weggeschmissen: Das Bild des gestürzten Titelverteidigers in der roten Asche von Paris hatte Symbolcharakter. Thiem hat damit im sechsten Versuch zum ersten Mal auch Djokovic geschlagen. Aber gar nicht so sehr, weil er nun endlich auch Novak Djokovic auf seiner Abschussliste hat. Nur Roger Federer gelangen mehr Siege auf Grand Slam-Turnieren (314). "Dominic ist ein Schwergewichtsboxer", fügte der Niederösterreicher hinzu, diese Kategorie von Spielern seien halt, "wenn man böse ist, Federgewichtler". Thiem ist der einzige, der den neunfachen French Open-Champion auf diesem Belag 2017 bezwingen konnte. Diese wird er benötigen, um gegen Thiem ein vorzeitiges Aus zu verhindern. Djokovic gratulierte fair, die Sätze 2 und drei dauerten mit 39 und 20 Minuten zusammen nicht einmal eine Stunde. Auf Augenhöhe begegneten sich Thiem und Djokovic nur im 73-minütigen Auftaktsatz. Im ATP-Ranking steht vorerst nur fest, dass Thiem auch nach den French Open in den Top Ten bleibt. Zudem war es die erste Niederlage von Djokovic vor dem Semifinale von Roland Garros seit 2010. Seine Gegenspieler hießen Bernard Tomic (Australien), Simone Bolelli (Italien), der an Nummer 25 gesetzte Steve Johnson (USA) und der Argentinier Horacio Zeballos. Denn der Österreicher Thiem zeigt sich bislang im Stade Roland Garros in bestechender Form.

Djokovic machte sich keine Illusionen, dass die Sache so aussehen würde wie beim Sieg gegen Thiem in Rom; er wusste, dass der Österreicher damals nach einem Erfolg gegen Rafael Nadal vom Vortag müde gewesen war.

Thiem darf sich auf das Duell mit Nadal freuen.

Räumt Thiem auch Djokovic aus dem Weg?

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