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Terrorattacke in London: Was wir wissen - und was nicht

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Terroralarm in London- Bilder von der Nacht nach den Zwischenfällen an der London Bridge und anderen Schauplätzen | Bild

Im Zusammenhang mit dem Terroranschlag von London sind zwölf Menschen festgenommen worden.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angreifer am Borough Market von Sicherheitskräften erschossen - acht Minuten nach Eingang des ersten Notrufs. Anschließend seien die Täter zu Bars und Restaurants in der Umgebung gelaufen und hätten gerufen: "Das ist für Allah!"

Auch zwei Deutsche sind unter den Verletzten. Angaben zu allfälligen Schweizer Opfern lagen bis zum frühen Sonntagnachmittag nicht vor.

Bislang hat sich niemand zum Anschlag bekannt. Premierministerin Theresa May kündigte im Fernsehen eine härtere Gangart gegen den Terrorismus an. International löste das Attentat Bestürzung aus. Premierministerin Theresa May sprach in einer ersten Reaktion noch von einem "möglichen Terrorakt" und dankte den Einsatzkräften. May berief für den Vormittag eine Sitzung von Sicherheitsexperten ein. "Wir müssen ihre Versuche vereiteln, uns zu spalten". Man dürfe deshalb nicht länger so tun, als könne alles so weitergehen wie bisher, so May. "Genug ist genug", sagte sie. Die Parlamentswahl werde - wie geplant - am 8. Juni stattfinden. Die Partei der Konservativen hat mitgeteilt, dass sie ihren Wahlkampf auf nationaler Ebene bis Montag unterbrechen will. Es könne nicht zugelassen werden, dass Gewalt den demokratischen Prozess aufhalte.

Zeugen berichteten, dass auch Explosionen in der Innenstadt zu hören gewesen waren - es soll sich aber um kontrollierte Sprengungen der Polizei gehandelt haben. Die Gegend rund um die Tatorte im Zentrum werde aber noch genau untersucht. Sky News berichtete, die Durchsuchung im Osten der Stadt habe dem Wohnort eines der getöteten Attentäter gegolten.

Uhr: Die Polizei bestätigt "mehrere Opfer".

Ein Augenzeuge schildert den Moment, als die Angreifer durch Polizeischüsse getötet wurden.

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag in London als Erfolg gefeiert.

Die Ermittlungen zu ihrem Hintergrund liefen.

MADRID - März 2004: Bei islamistisch motivierten Bombenanschlägen auf Pendlerzüge sterben in der spanischen Hauptstadt 191 Menschen, rund 1500 werden verletzt.

PARIS - November 2015: Bei einer koordinierten Anschlagsserie am Stade de France, mehreren Restaurants und dem Musikklub "Bataclan" töten IS-Anhänger 130 Menschen, Hunderte werden verletzt. Anschließend erstach er auf dem Parlamentsgelände einen unbewaffneten Polizisten und wurde schließlich erschossen.

Nach dem Terroranschlag werden derzeit 48 Verletzte in Krankenhäusern der britischen Hauptstadt behandelt. Bahnhöfe blieben geschlossen, keine Züge hielten. Auf Twitter forderte die Polizei die Bevölkerung auf, das Gebiet zu meiden. Am späten Samstagabend raste ein Lieferwagen auf der London Bridge in eine Gruppe von Passanten. Die beiden zum Islam konvertierten Briten fahren den jungen Mann mit einem Auto an, bevor sie mit Messern und einem Fleischerbeil auf ihn einhacken. Sie hätten wahllos auf Menschen eingestochen.

MANCHESTER - 22. Mai 2017: Bei einem Bombenanschlag auf ein Popkonzert in Manchester werden 22 Menschen getötet.

Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich bestürzt und bekundete Solidarität mit Großbritannien. Diese gemeinen und hinterhältigen Taten sind aufs Schärfste zu verteilen.

"Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint, aber genauso in der Entschiedenheit". Auch US-Präsident Donald Trump sei informiert worden.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron schrieb auf Twitter, sein Land stehe nach der "neuen Tragödie" an der Seite Grossbritanniens. Alle verdächtigen Männer seien tot, sagte die Londoner Polizeichefin Cressida Dick vor Reportern am Sonntagmorgen. Es gebe keine Rechtfertigung für derartig "barbarische Taten".

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