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Papst stärkt Merkel im Kampf für den Frieden

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Franziskus bricht mit einem ungeschriebenen Gesetz im Vatikan Eigentlich sollen keine Spitzenpolitiker im Wahlkampf empfangen werden

Merkel fühlt sich vor dem G-20-Gipfel in Hamburg bestärkt durch den Papst. "Und zu versuchen, Schritt für Schritt auch Erfolge für die gesamte Weltgemeinschaft zu erzielen", sagte Merkel nach der Audienz vor Journalisten.

Kennen sich gut: Papst Franziskus und Bundeskanzlerin Angela Merkel. Im Juli treffen sich in Hamburg die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

Anschließend führt Merkel ein Gespräch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin.

Die Positionen des Papstes und der Bundeskanzlerin in Bezug auf den Klimaschutz und die Flüchtlingspolitik liegen nahe beieinander. "Eine Welt, in der wir keine Mauern aufbauen wollen, sondern Mauern einreißen wollen, und in der alle gewinnen sollen an Wohlstand, an Reichtum, an Ehre und Würde des Menschen". Merkel sagte nach einer Audienz im Vatikan, der Papst habe sie ermutigt, sich beim G20-Gipfel für das Klimaschutzabkommen von Paris einzusetzen.

Alles über die jungen Jahre von Angela Merkel erfahren Sie in "Das erste Leben der Angel M." .

Der Papst schenkte seinem Gast die Skulptur eines Olivenzweigs, der ein Symbol des Friedens ist.

Die Stimmung bei dem Treffen war sichtbar gelöst, deutlich gelöster als beim Besuch von US-Präsident Trump beim Papst vor einigen Wochen. Nach der Unterredung überreichte Merkel dem Pontifex Süßigkeiten aus seiner Heimat Argentinien, das sie vor wenigen Tagen besucht hatte: den karamellartigen Brotaufstrich Dulce de Leche und Alfajores, mit Schokolade umhüllte Kekse. Franziskus lobte Kohls "unermüdliches Wirken für die Einheit Deutschlands und die Einigung Europas sowie seinen Einsatz für Frieden und Versöhnung".

Die Bundeskanzlerin ist auf Mission in Rom. Zudem habe Franziskus sein Beileid zum Tod von Helmut Kohl bekundet und ihn als großen Staatsmann gewürdigt. Nur die einstige argentinische Präsidentin Cristina Kirchner kam noch öfter zum Papst. Zuletzt war Merkel im Mai 2016 anlässlich der Verleihung des Karlspreises an Franziskus nach Rom gereist.

Ferner gab es noch zwei kurze Begegnungen: bei der Amtseinführung von Franziskus im März 2013 sowie vor knapp drei Monaten beim EU-Jubiläumsgipfel in Rom.

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