fashionmagazin.org

International

"Nutzloser" Trump-Sprecher Spicer soll neue Rolle bekommen

Share
Berichtet für den Sender CNN aus dem Weissen Haus Jim Acosta rügt die Pressepolitik des neuen Präsidenten

So wird Sean Spicer vermutlich eine strategische Rolle im Kommunikationsteam der Regierung von Präsident Donald Trump übernehmen.

Der Pressesprecher der Regierung von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, muss möglicherweise bald seinen Posten verlassen. Unter anderem hatte er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad mit Adolf Hitler verglichen.

Später sagte er bei CNN, er habe "fälschlicherweise" einen "unangebrachten und unsensiblen" Bezug zum Holocaust hergestellt.

Die Fehler häuften sich - und in Washington wurde schon länger spekuliert, wie lange Trump noch an seinem Sprecher festhalten würde.

Spicer arbeitet derzeit in einer Doppelfunktion als Pressesprecher und als Kommunikationschef im Weißen Haus, nachdem der vorherige Kommunikationschef Michael Dubke Ende Mai zurückgetreten war. Sein Team passte sich damit an Trumps Verhalten an, der mit seinen Twitter-Kommentaren und öffentlichen Äußerungen oft wie sein eigener Sprecher agiert.

Das Fass zum Überlaufen gebracht haben könnte eine Aussage von CNN-Starreporter Jim Acosta: Er bezeichnete Sean Spicer als "nutzlos". Ein Teil der täglichen Pressebriefings wurde zudem nicht mehr, wie sonst üblich, im Kabelfernsehen ausgestrahlt, um den Fokus nicht von Trump zu nehmen. Bei den Einweisungen von Journalisten für Pressekonferenzen würden keine Kameras und Tonaufnahmen mehr zugelassen und Fragen unzulänglich beantwortet. Bisher war ein grosser Teil der Briefings frei zugänglich übertragen worden. Spicer machte zuletzt einen Teil der Informationen nur einem kleinen Kreis von Reportern zugänglich.

Anscheinend etabliere sich zunehmend als neue Norm, "dass dem Präsidenten der Vereinigten Staaten ermöglicht wird, sich zu isolieren und keine harten Fragen zu beantworten", sagte der Reporter. Und weiter: "Er hat sein Februar keine richtige Pressekonferenz mehr abgehalten". Die Überlegungen seien jedoch vorläufig und eine Entscheidung noch nicht getroffen worden. Den Vertretern zufolge hat Spicer bereits mit möglichen Nachfolgern gesprochen.

Trump steht seit Beginn seines Wahlkampfes auf Kriegsfuß mit den Medien. Interviews gibt er mit Vorliebe seinem Haussender Fox News aus dem Imperium des konservativen Rupert Murdoch, der in aller Regel wohlwollend über den Präsidenten berichtet.

Share