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Großbritannien: Britische Regierung kündigt harten Anti-Terror-Kurs an

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May: Wahlen in Großbritannien werden stattfinden

Sie töteten mindestens sieben Menschen. Die Ermittler waren nur acht Minuten nach dem ersten Anruf am Tatort gewesen und hatten die Terrorverdächtigen erschossen. Alle Infos im Ticker.

Ein Taxifahrer sagte der BBC, der weiße Kleintransporter habe auf der London Bridge zahlreiche Passanten umgefahren.

Bei dem Zwischenfall mit dem Kleinlastwagen auf der London Bridge hat es laut Polizei "mehr als einen Toten" gegeben.

Uhr - Im Bereich Borough Market nahe der London Bridge sind CNN zufolge zwei Männer in ein Restaurant eingedrungen und haben auf eine Kellnerin und einen Mann eingestochen. Bei dem Anschlag im Herzen der britischen Hauptstadt waren mindestens sieben Menschen getötet worden, etwa 50 Menschen wurden verletzt.

Die Ereignisse in London wecken Erinnerungen an einen islamistisch motivierten Anschlag im März.

Londons Bürgermeister Khan will der Opfer bei einer Mahnwache gedenken. Zu dem jüngsten Anschlag bekannte sich zunächst niemand.

Die Extremistenmiliz Islamischer Staat hatte am Samstag über den Nachrichtendienst Telegram seine Anhänger aufgerufen, während des muslimischen Fastenmonats Ramadan mit Lastwagen, Messern und Waffen gegen "Kreuzritter" vorzugehen.

Am Donnerstag sollten die Briten wie geplant zur Wahl gehen, betonte Khan. In sozialen Medien gab es unterdessen Forderungen nach einer Verschiebung der Parlamentswahl. Etliche Hundertschaften der Polizei, Soldaten und Antiterroreinheiten befanden sich zum Zeitpunkt des Anschlags 340 Kilometer weiter nördlich, um das Old-Trafford-Cricket-Stadion von Manchester zu einem der sichersten Orte Großbritanniens zu machen. Demnach handelt es sich um Borough Market in der Nähe der London Bridge.

Was dieser dritte verheerende Terroranschlag binnen zehn Wochen jedoch in den Köpfen der Menschen anrichten wird, ist längst nicht ausgemacht. Diese stellten sich später als Attrappen heraus.

Vom Notruf bis zur Erschießung der Angreifer vergingen acht Minuten. "Jetzt reicht's", sagte die Regierungschefin am Sonntag in der britischen Hauptstadt. Die Gesamtzahl deutscher Verletzter war zunächst unklar.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich betroffen: "Wir sind heute über alle Grenzen hinweg im Entsetzen und der Trauer vereint". Die Kanzlerin bekräftigte, dass Deutschland im Kampf gegen jede Form von Terrorismus "fest und entschlossen" an der Seite Großbritanniens stehe.

Kurzmeldung: Bei dem Terroranschlag in London sind auch Deutsche verletzt worden.

Uhr: Politiker setzen ihren Wahlkampf einem Fernsehsender zufolge am Sonntag auf nationaler Ebene aus. Sein Zustand soll aber nicht lebensbedrohlich sein. Die Verdächtigen wurden von der Polizei erschossen. Die Attacke begann am späten Samstagabend auf der London Bridge im Zentrum und setzte sich auf dem nahe gelegenen Borough Market fort. Dann präsentierte sie, auf den Stufen ihres Amtssitzes in Downing Street, einen Vier-Punkte-Plan, der allerdings nicht viel mehr als das vage Versprechen enthielt, die Lage schnellstmöglich wieder in den Griff zu bekommen.

Mindestens 30 Menschen seien verletzt worden, teilten Rettungskräfte am frühen Morgen auf Twitter mit.

Premierministerin May kündigte an, die Anti-Terror-Strategie des Landes zu überprüfen.

Ein Gewöhnungseffekt? Den kann es gerade jetzt nicht geben, denn es wird gerade jetzt glasklar: Es wird nicht aufhören, der Terror ist da, und offensichtlich geht ihm der lebensmüde Nachwuchs nicht aus.

In den verbleibenden Tagen bis zur Wahl wird nun viel davon abhängen, ob May und Corbyn der Versuchung werden widerstehen können, das Thema Sicherheit auf dem Rücken der Terroropfer zu instrumentalisieren.

"Wir können und wir dürfen nicht so tun, als ob alles einfach so weitergehen könnte. Wir müssen ihre Versuche vereiteln, uns zu spalten".

Uhr: Nach Angaben der Notarztdienste wurden 48 Verletzte in fünf Krankenhäuser der Stadt eingeliefert. Grande sollte am Sonntag ein Benefizkonzert zugunsten der Opfer geben.

Uhr: Die britische Boulevardzeitung "Sun" berichtet unter Berufung auf Augenzeugen, die Täter seien zu fünft gewesen.

In einem Statement bestätigt die Polizei Festnahmen. Die einzige Angabe der Polizei zu Todesopfern lautete bis tief in die Nacht, es habe "mehr als eines" gegeben.

Uhr - Die Polizei sucht nach einem Bericht der BBC zufolge nach drei Verdächtigen, die bewaffnet sein könnten. Details zu den Angreifern gaben die Behörden bislang nicht bekannt.

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