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Weitere Festnahme im Fall Franco A.

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GBA: Festnahme wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat

Die Bundeswehr steht seit dem Bekanntwerden des Skandals schwer unter Druck.

Die Bundesanwaltschaft hat im Zug der Terrorermittlungen gegen einen rechtsextremen Oberleutnant einen weiteren 27-jährigen Bundeswehrsoldaten festnehmen lassen. Franco A. war Offizier beim Jägerbataillons 291 mit Standort in Illkirch-Graffenstaden im französischen Elsass. Einsatzkräfte fassten den Mann im baden-württembergischen Kehl. Der Beschuldigte sei dringend verdächtig, aus einer rechtsextremistischen Gesinnung heraus gemeinsam mit den bereits Ende April festgenommenen Franco A. und Mathias F. Genannt wurden unter anderem Justizminister Heiko Maas, der frühere Bundespräsident Joachim Gauck, die Linken-Aktivistin Anne Helm sowie Philipp Ruch vom Zentrum für Politische Schönheit, die sich aus Sicht des Verdächtigen für eine verfehlte Ausländer- und Flüchtlingspolitik engagiert hätten. Konkret hatten die Beschuldigten ihre möglichen Anschlagsopfer in einer Liste unter verschiedenen Kategorien erfasst. Maximilian T. soll ihn dabei gedeckt haben, indem er A. bei Vorgesetzten entschuldigte. Der Gesprächspartner habe diesen Vorfall gemeldet. Das Magazin meldete unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, der MAD habe bereits im September 2015 einmal gegen T. ermittelt.

Die Ausführung der Tat sollte den Ermittlern zufolge Franco A. übernehmen.

Maximilian T. soll noch im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über den Vollzug der Untersuchungshaft entscheiden wird. Und beide wollten offenbar aus rassistischen Motiven einen Anschlag begehen. Offensichtlich habe sich jahrelang unbemerkt eine rechtsextreme Gruppe etablieren können, die Anschläge plante und Todeslisten führte. Auf diese Weise wäre der Verdacht nach der Tat auf einen Asylbewerber gelenkt worden. Zur Vorbereitung des Angriffs beschafften sich die Beschuldigten in Österreich eine Pistole des Herstellers Manufacture d'Armes des Pyrenees Francaise, Modell 17, Kaliber 7,65 mm Browning, die sie zunächst zwischenlagerten. Auf einer Toilette am Flughafen Wien hatte er zwischenzeitlich eine Waffe deponiert. T. ist nun mit Mathias F., bei dem Ermittler das Waffenlager der Gruppe mit 1000 Schuss Munition entdeckten, und Franco A. die dritte Person, bei der sich die Ermittler sicher sind.

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