fashionmagazin.org

International

Urteil erwartet im Prozess um tödliche Irrfahrt

Share
Ende einer Schreckensfahrt der silberne Skoda stoppt an einer Sitzbank in der Bad Säckinger Fußgängerzone

Bei dem Unglück Anfang Mai 2016 habe er Gas und Bremse seines Automatikautos verwechselt. Er darf sich außerdem nicht mehr ans Steuer eines Autos setzen und muss 1500 Euro an die Opferschutzorganisation Weißer Ring zahlen.

Bad Säckingen. Im Prozess um die Irrfahrt mit zwei Toten und 27 Verletzten in Bad Säckingen hat die Staatsanwältin zwei Jahre Haft auf Bewährung für den 85 Jahre alten Angeklagten gefordert. Der Wagen rast in die Menschenmenge. Er habe sich daher der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung schuldig gemacht. Zum Beginn des Prozesses in der vergangenen Woche hatte der Rentner ein Geständnis abgelegt sowie Opfer und deren Angehörige um Verzeihung gebeten (Az.: 2 LS 24 JS 3442/16).

Zwei Tote und 27 Verletzten waren das Ergebnis seiner Irrfahrt in Bad Säckingen, ins Gefängnis muss ein 85-jähriger deswegen aber nicht.

Der Vorfall hatte eine bundesweite Diskussion über die Fahrtauglichkeit von Senioren ausgelöst. Eine 63 Jahre alte Frau sowie ein 60 Jahre alter Mann kamen ums Leben. Er sei wegen altersbedingter Einschränkungen nicht mehr in der Lage, Auto zu fahren. Einen technischen Defekt am Fahrzeug hatten die Ermittler schnell ausschließen können.

Share