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Terror gegen Teenager: Mindestens 22 Menschen in Manchester getötet

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Auf der Flucht Konzertbesucher verlassen die Manchester Arena

Dabei brandmarkte May den Anschlag als besonders "abstoßend und abscheulich", da wehrlose Kinder und Jugendliche das Ziel gewesen seien. Über alle Entwicklungen rund um den Terroranschlag in Manchester berichten wir im Live-Ticker. Die Ärzte behandelten unter anderem schwere Verletzungen an Armen und Beinen.

Terror in Manchester: Am Montagabend um 22.33 Uhr Ortszeit erreichte die Polizei in Manchester einem Sprecher zufolge der erste Notruf, dass es eine Explosion kurz nach dem letzten Lied von Ariana Grande gegeben hat.

Es sind Fotos von unbeschwerten Kindern und Jugendlichen, die derzeit in den sozialen Netzwerken geteilt werden. Hubschrauber kreisten über dem Areal. Der an die Arena grenzende Bahnhof Victoria wurde evakuiert und bleibt bis auf Weiteres geschlossen. "Ich glaube, es ist ganz klar, dass es sich um ein Netzwerk handelt, dem wir nachgehen", sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins, am Mittwoch.

Das teilte die Polizei der nordenglischen Stadt am Dienstag mit. Am Montagabend spielte die US-Musikerin Ariane Grande dort ein Konzert ihrer "Dangerous Woman"-Tour".

Die Ermittler machen den 22 Jahre alten Salman Abedi für den Anschlag auf ein Popkonzert verantwortlich. Abedi, der Sohn libyscher Eltern, war im Raum Manchester aufgewachsen. Die Einheit teilte am Mittwoch mit, der 18-jährige Haschim Abedi habe in Gewahrsam erklärt, dass sowohl er als auch sein Bruder zur Terrormiliz Islamischer Staat gehört hätten und er Details zum Anschlag gekannt habe.

Das bislang jüngste Todesopfer der Attacke auf die Konzerthalle in Manchester war ein achtjähriges Mädchen. Mindestens 59 Menschen wurden verletzt, viele davon lebensgefährlich. Premierministerin May zufolge weiß die Polizei wohl, wer er ist, nennt aber noch keine Namen. Seine Eltern sollen Flüchtlinge aus Libyen sein.

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Anschlag bei Konzert: Die Bilder des Grauens

Vor zwei Monaten stand Theresa May schon einmal vor ihrem Amtssitz in der Downing Street und informierte die Briten über einen Angriff auf Passanten und das Parlament in London. Der Wahlkampf wurde unterbrochen. In London wurden erhöhte Sicherheitsvorkehrungen angeordnet. Dies deute darauf hin, dass Abedi "wahrscheinlich nicht alleine gehandelt" habe.

Unter den Opfern sind auch zahlreiche Kinder und Jugendliche. Ein "Soldat" des Islamischen Staates habe eine Bombe platzieren können, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Dienstag im Internet. Auch Politiker weltweit äußerten sich bestürzt, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und US-Präsident Donald Trump. Er selbst sei mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut gewesen. Der Vater bestätigte, dass die britische Polizei am Dienstagmorgen einen weiteren seiner Söhne, den 23-jährigen Ismail, festgenommen habe.

Der Selbstmordattentäter war dem britischen Geheimdienst bekannt, wie Innenministerin Amber Rudd sagte.

Die Manchester Arena ist eine Multifunktionsarena mit mehr als 21.000 Plätzen, die häufig für Konzerte genutzt wird. Augenzeugen berichteten von Leichen auf dem Boden, einige Konzertbesucher seien niedergetrampelt worden. Damals zündeten vier Muslime mit britischem Pass in der U-Bahn und einem Bus Sprengsätze. Es ist der schwerste Terroranschlag in Großbritannien seit 2005. In Berlin, Stockholm und Nizza gab es tödliche Lastwagen-Attentate.

Grande war angesichts der Ereignisse "am Boden zerstört". Einen Tag vor dem Konzert schrieb sie ihrem Idol noch auf Twitter: "Ich bin so aufgeregt dich morgen zu sehen". Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) zeigte sich tief schockiert über den "barbarischen Akt". Im Etihad-Stadion wurde ein Notfallzentrum eingerichtet. Auch die Prinzen William und Harry drückten ihr Mitgefühl aus.

Abedi, dem eine islamistische Radikalisierung nachgesagt wird, riss mindestens 22 Menschen mit in den Tod.

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