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Schweizer Bergsteiger Steck am Mount Everest tödlich verunglückt

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Das Pressebild zu seiner letzten Tour Ueli Steck in diesem Winter

Der Schweizer Extrembergsteiger und mehrfacher Weltrekordhalter Ueli Steck ist bei einem neuen Rekordversuch auf dem Mount Everest tödlich verunglückt. Der 40-Jährige sei in der Nähe des Mount Everest abgerutscht und in den Tod gestürzt, sagte Durga Dutta Dhakal, Generaldirektor der Tourismusbehörde von Nepal, der Deutschen Presse-Agentur. Als erstes hatte die nepalesische Tageszeitung "The Himalayan Times" berichtet, das Steck am Sonntagmorgen verunglückt sei. Er wollte den höchsten Berg der Welt (8848 Meter über Meer) besteigen und von dort so rasch wie möglich zum daneben gelegenen Lhotse (8511 Meter über Meer) weiter gehen. Seine Leiche werde in den nächsten Stunden in die Hauptstadt Kathmandu gebracht. Der 40-Jährige galt als einer der talentiertesten Kletterer seiner Generation. Die Strecken zwischen den Bergen legte er damals nach eigenen Angaben nur mit Muskelkraft - etwa mit dem Fahrrad - zurück. Die Eiger-Nordwand durchstieg er schon mit 18 das erste Mal - und dann viele Male wieder.

Noch im April gab Steck dem Schweizer Tages-Anzeiger ein Interview. Immer ohne Flaschensauerstoff, meist in enormem Tempo.

"Irgendwann riskierst du so viel, dass es knallt", sagt er darin, und: "Scheitern heißt für mich: Wenn ich sterbe und nicht heimkomme". Sie trug dazu bei, seinen Ruf als "Schweizer Maschine" zu festigen. Er verlor das Bewusstsein, rutschte 200 Meter ab, blieb aber heil.

Der US-Bergsteiger Alan Arnette schrieb in seinem Blog, zwei andere Alpinisten hätten Steck am Nuptse abstürzen sehen. Die Geschichte machte als "Krieg am Everest" Schlagzeilen.

Ueli Steck stellte während seiner Karriere zahlreiche Weltrekorde auf.

2015 hatte Steck in den Alpen alle 82 Gipfel über 4000 Meter in 62 Tagen erklommen.

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