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Papst Franziskus in Portugal - "eine besondere Reise"

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Papst Franziskus betet vor dem Heiligtum von Fatima. Im Hintergrund leuchten die Kerzen von Tausenden von Gläubigen

In dem üblichen Reisetelegramm an den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella erklärt der Papst, er wolle in Fatima "die Pilger zu treffen und vor allem die Kranken, die aus der ganzen Welt kommen".

Unter dem Jubel hunderttausender Pilger ist Papst Franziskus am Freitag im portugiesischen Wallfahrtsort Fátima eingetroffen. Heute wird er mit Gläubigen eine Messe feiern, vorher trifft er Ministerpräsident António Costa. Nach katholischem Glauben war ihnen vom 13. Mai 1917 an die Jungfrau Maria insgesamt sechsmal erschienen. In der Früh hatte Franziskus laut Vatikansprecher Greg Burke wie üblich in der römischen Kirche Santa Maria Maggiore für die Reise gebetet. Jedes Jahr pilgern Millionen von Besuchern dorthin.

Jahrestag der Marienerscheinungen von Fatima hat Papst Franziskus die Christen im Vertrauen auf die Gottesmutter bestärkt.

Vor genau 100 Jahren soll drei Hirtenkindern in Portugal die Jungfrau Maria erschienen sein. Auf der Esplanade vor der Basilika wurde das 80 Jahre alte Oberhaupt der katholischen Kirche nach Medienschätzung von mehr als 400 000 Menschen begrüßt.

In der Erscheinungskapelle verrichtete Franziskus acht Minuten lang ein privates Gebet vor der Marienstatue und weihte einige Kerzen. Anschließend betete der Papst mit den Gläubigen.

Jacinta wurde wie ihr Bruder Francisco Marto offiziell in den Kreis der Heiligen aufgenommen.

Eine in weiß gekleidete Figur habe den Kindern drei Prophezeiungen gemacht, die "Drei Geheimnisse von Fatima". Er rief die Gläubigen auf, dem Vorbild der Kinder zu folgen und in Zeiten des Krieges für Frieden und Gerechtigkeit einzustehen.

Papst Johannes Paul II. hatte die Geschwister im Jahr 2000 seliggesprochen. Sie starben nur wenige Jahre nach der Erscheinung im Alter von zen bzw. neun Jahren. Die Heiligsprechung von Lúcia wird noch geprüft. Der Ehren-Akt besiegelt morgen das Ereignis, durch das Francisco (1908-1919) und Jacinta Marto (1910-1920) gemeinsam mit Lucia dos Santos (1907-2005) vor 100 Jahren Kirchengeschichte schrieben. Für das dritte Kind, die Cousine Lucia dos Santos, läuft ein Seligsprechungsverfahren. Zum Papst-Besuch war der Ansturm besonders groß.

Gegen 19.00 Uhr MESZ sollte das katholische Kirchenoberhaupt mit einem eigens aus Rom transportierten "Papamobil" in das Stadion von Fátima einfahren und zum Heiligtum weiterfahren.

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