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Merkel will deutsche Truppen in Afghanistan nicht aufstocken

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Einsatz am Hindukusch- Nato-Militärs fordern mehr Truppen für Afghanistan

Um den Afghanistan-Einsatz soll es an diesem Donnerstag auch bei einem Treffen von Stoltenberg mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin gehen. Es werde bei dem Beitrag der Luftraumüberwachung bleiben, der gegenwärtig schon von den Awacs-Aufklärungsflugzeugen der Nato für die internationale Anti-IS-Koalition geleistet wird. Deutschland leiste insgesamt einen "hervorragenden Beitrag zu internationalem Frieden und Sicherheit". Ferner sagte Merkel "Vielmehr müssen wir dafür Sorge tragen, dass die Durchhaltefähigkeit oder die Stabilität im Norden weiter gegeben ist und da auch eine berechenbare Operation daraus wird". Unter anderem in Afghanistan oder mit einer Präsenz in Litauen zeige Deutschland, "dass wir nicht nur Worte machen, sondern auch Taten folgen lassen". Die Nato-Staaten sehen sich mit Forderungen nach zusätzlichen Truppen für Afghanistan konfrontiert.

Auf dem Gipfeltreffen am 25. Mai in Brüssel werde sich das Bündnis erneut dazu bekennen, sagte sie nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Trump dringt darauf, dass die Verbündeten auf das Zwei-Prozent-Ziel hinarbeiten.

Merkels Worte sind ein klares Signal an die Nato, vor allem aber an die USA.

Bei dem Gipfel im Brüssel werde es auch um die Rolle der Nato bei der Bekämpfung des Terrorismus gehe, sagte Stoltenberg.

Im Rahmen der Unterstützungsmission "Resolute Support" sind die Nato und ihre Partner derzeit mit rund 13.500 Soldaten in Afghanistan. "Ich glaube nicht, dass wir an erster Stelle stehen, um unsere Kapazitäten dort zu erhöhen", sagte die Kanzlerin aber.

Bislang hatte sich die Bundesregierung strikt gegen eine Beteiligung der Nato an der Anti-IS-Koalition ausgesprochen. Stoltenberg sagte, er hoffe auf Entscheidungen bis zum Nato-Treffen. Dies werde nicht dazu führen, "dass irgendeine militärische Aktivität, die Deutschland heute durchführt - zum Beispiel Awacs-Überwachung -, erweitert wird oder dergleichen".

Doch auch "wenn sich die Nato der Koalition anschließen sollte, würde sich die Rolle der Nato infolgedessen nicht ändern", betonte Stoltenberg.

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