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Ex-BAMF-Chef Weise räumt Mitverantwortung im Fall Franco A. ein

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Bamf Prüfung eines Reisepasses unter UV-Licht auf reaktive Elemente im Urkundenlabor des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg

Vom Bundesamt war ihm subsidiärer Schutz gewährt worden. Nun hat der damalige Leiter Frank-Jürgen Weise Fehler eingeräumt.

Fehler ja, aber die Schuld liegt bei anderen, sagt der frühere Leiter des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf), Frank-Jürgen Weise in Bezug auf den Fall Franco A.

Eine Sprecherin sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, Grund seien die Untersuchungen zum Fall des verhafteten Bundeswehrsoldaten, der sich als syrischer Flüchtling ausgegeben hatte.

Wegen der Untersuchung im Fall des mutmaßlich rechtsextremistischen Bundeswehr-Soldaten Franco A. stellt sich das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf neue Verzögerungen bei laufenden Asylverfahren ein. "Hier sind schwere Fehler passiert".

Es sei aber auch von Anfang an klar gewesen, dass die schnellen Neueinstellungen und kurzen Schulungen von Mitarbeitern "auf Kosten der Qualität gehen müssen". Natürlich sei durch diese Veränderungsprozesse das Risiko von Fehlentscheidungen gestiegen, sagte Weise. Wie die Zeitungen "Bild" und "B.Z".

Berlin. In der Affäre um den unter Terrorverdacht stehenden rechtsextremen Oberleutnant Franco A. hat die angeordnete Überprüfung von Asylverfahren Medienberichten zufolge Bearbeitungsfehler ergeben. Er sitzt in U-Haft.

Das Bundesamt rechnet nach eigenen Angaben bei gleichbleibenden Zugangszahlen von Flüchtlingen nach Deutschland mit einem "normalen Bestand" von etwa 50.000 Asylverfahren, die zeitgleich beim BAMF bearbeitet werden. BAMF-Chefin Jutta Cordt äußerte sich auch bei einem Besuch im Innenausschuss des Bundestages nicht zu den Zahlen und verwies auf die laufende Untersuchung.

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