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Drei weitere Verdächtige nach Manchester-Anschlag festgenommen

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Polizisten und andere Einsatzkräfte kümmern sich um eine verletzte Frau

Die Polizei in Manchester nahm am Mittwoch drei weitere Männer im Zusammenhang mit dem Anschlag fest. Das sagte der Polizeichef von Manchester, Ian Hopkins. Eine ebenfalls zuvor festgenommene Frau wurde am frühen Morgen wieder freigelassen.

Abedi war vor dem Anschlag wahrscheinlich nach Syrien gereist und hatte Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat, wie Frankreichs Innenminister Gérard Collomb unter Berufung auf britische Ermittler sagte. Er selbst sei zudem mit den Einzelheiten des Anschlags vertraut gewesen. Offen war aber, ob er Helfer hatte und Teil eines Netzwerks war.

Die Opfer: Laut Polizei wurden bei der Explosion mindestens 22 Menschen und der Täter getötet, unter den Opfern waren Kinder und Jugendliche. Seitdem hat die Polizei in Verbindung mit dem Attentat vier weitere Männer festgenommen. Großbritanniens Premierministerin Theresa May hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass die Terrorwarnstufe in Großbritannien nach dem Anschlag auf die höchste Stufe heraufgesetzt wurde. Abedi, Brite libyscher Herkunft, habe sich "nach einer Reise nach Libyen und Syrien radikalisiert", so das französische Innenministerium. Am zweiten Tag nach dem Attentat waren nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden noch 20 Menschen in kritischem Zustand. Die Daesh hatte nach dem Anschlag behauptet, der Täter sei ein "Soldat" gewesen. Einem deutschen Arzt zufolge, der in Manchester arbeitet, enthielt die Bombe Nägel. Er sei 1994 in Manchester geboren worden und habe in der nordenglischen Stadt studiert. Vor einigen Jahren sollen sie wieder in ihre nordafrikanische Heimat zurückgezogen sein.

Salman Abedis Vater und einer seiner Brüder, Ismail, hatten sich stark in der Gemeindearbeit der Didsbury-Moschee engagiert. Der weltberühmte Wachwechsel vor dem Buckingham-Palast wurde für Mittwoch abgesagt, um Personal für anderen Aufgaben freuzustellen. Aus Respekt vor den Opfern sagte der FC Chelsea seine geplante Siegesparade zum Gewinn der englischen Fußballmeisterschaft ab.

Die Opfer: Details zu den Opfern, etwa wie viele Kinder getötet und verletzt wurden, gibt es noch nicht. Angesichts der Ereignisse sei es unangemessen, die Parade wie geplant am Sonntag in London zu veranstalten.

Derweil warf die britische Regierung US-Geheimdiensten die unerlaubte Weitergabe von internen Fotos vom Anschlag an eine Zeitung vor. Gemeinsam sandten sie am Donnerstag eine Videobotschaft, die am Rande des Evangelischen Kirchentages in Berlin aufgezeichnet wurde. Großbritannien rief erstmals seit 2007 die höchste Terrorwarnstufe aus. "Offen gestanden hatte sich die britische Polizei sehr deutlich ausgedrückt, dass sie den Informationsfluss kontrollieren will, um die operative Integrität zu schützen, den Überraschungsmoment", sagte sie. Das Militär kann nun die Polizei bei Wachaufgaben entlasten und so mehr Polizeistreifen ermöglichen. Die militärischen Kräfte stehen dabei unter dem Kommando der Polizei.

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