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Wirtschaft

Dax im Trubel der Berichtssaison kaum bewegt

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Da der Dax allerdings nach der ersten Stichwahl zwischen Emmanuel Macron und der Rechtspopulistin Marine Le Pen um fast 6 Prozent gestiegen war, gilt er inzwischen laut Börsianern als "heiß gelaufen". Der Technologiewerte-Index erreichte erstmals seit den Zeiten des Neuen Marktes wieder die Marke von 2200 Punkten und ging letztlich mit einem Plus von 2,95 Prozent auf 2210,43 Punkte ins Wochenende.

Der MDax stieg bis zur Mittagszeit um 0,36 Prozent auf 25 191,48 Zähler.

Zuletzt notierte der deutsche Leitindex 0,07 Prozent schwächer auf 12 748,57 Punkten. Der TecDax verlor 0,04 Prozent auf 2147,36 Punkte.

Sehr stark waren erneut die am Morgen veröffentlichten Wirtschaftsdaten aus Deutschland ausgefallen. So gab es neue Rekorddaten zum deutschen Außenhandel im März. Die Industrie fuhr zudem im März ihre Produktion zwar zurück, aber weniger deutlich als erwartet. Einziger Wermutstropfen: Der kräftige Zuwachs im Februar wurde nachträglich nach unten korrigiert.

In den Handelsräumen drehte sich das Interesse aber vor allem um die zahlreichen Quartalsberichte. Alleine aus dem Dax öffneten die Commerzbank, Eon und die Munich Re ihre Bücher.

Mit plus 3,15 Prozent waren die Aktien der Commerzbank einer der Spitzenwerte im Leitindex. Ihr Kursplus seit Ende 2016 beträgt nun rund 40 Prozent, womit das Papier der größten deutschen Fluggesellschaft mit der mit Abstand größte Favorit im Dax ist. Die Belastungen durch den Zyklon "Debbie" und andere Katastrophen hatte der weltgrößte Rückversicherer zum Jahresbeginn mit Börsengeschäften aufgefangen und die Gewinnziele für 2017 bekräftigt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von 0,23 Prozent am Vortag auf 0,21 Prozent. Analysten monierten allerdings den enttäuschenden Überschuss sowie die Entwicklung in der Schaden- und Unfall-Rückversicherung.

Im MDax mussten die Anteile des Chemikalienhändlers Brenntag und des Internet-Modehändlers Zalando hohe Kurseinbußen von mehr als 4 beziehungsweise knapp 2 Prozent verkraften. Die endgültigen Zahlen des Autozulieferers Conti sowie die angehobenen Jahresziele für den Umsatz vermochten nicht zu begeistern. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 141,18 Punkte.

Im TecDax präsentierten sich die Nordex-Papiere nach Geschäftszahlen ausgesprochen schwach mit einem Minus von mehr als 5 Prozent. Unter dem Strich stand dank eines umfangreichen Verkaufs von Wertpapieren im ersten Quartal ein Gewinn von 554 Millionen Euro und damit 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Euro EU0009652759 legte nach überwiegend schwachen US-Konjunkturdaten deutlich zu und wurde am Abend mit 1,0928 US-Dollar gehandelt. Am Mittwoch hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,0882 (Dienstag: 1,0888) US-Dollar festgesetzt.

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